"In den Zwischenräumen der Zeit - Grafik, Aquarell, Acryl, Öl": Künstlerin Marille Singer ...
Zufallsbekanntschaft und gemeinsame Wurzeln ebnen den Weg

Dr. Hans Korber, Präsident des Verwaltungsgerichts, und Vorsitzende Richterin Eva Mühlbauer (links) mit der Künstlerin Marille Singer. Bild: cr
Kultur
Regensburg
17.04.2013
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Verwaltungsrechtliche Streitigkeiten, Disziplinarverfahren - das sind die Hauptaufgaben des Verwaltungsgerichts im Herzen der historischen Altstadt von Regensburg. Doch diese Angelegenheiten rückten vor einigen Tagen in den Hintergrund. Im Mittelpunkt standen stattdessen die Künstlerin Marille Singer aus Altenstadt/WN und ihre Werke. Erstmals stellte sie im ehemaligen Patrizierhaus aus dem 13. Jahrhundert ihre Arbeiten bei einer Vernissage mit fast 100 Teilnehmern vor.

Freunde, Verwandte und Kunstinteressierte, viele davon aus dem Landkreis Neustadt, hieß der Präsident des Gerichts, Dr. Hans Korber, willkommen. Umrahmt wurde die Eröffnung der Schau mit dem Thema "In den Zwischenräumen der Zeit - Grafik, Aquarell, Acryl, Öl" mit modernen Saxofonklängen des Weideners Roman Chwalinski. Persönliche Worte fand die Vorsitzende Richterin Eva Mühlbauer, die sich seit Jahren am Verwaltungsgericht mit viel Hingabe um die Ausstellungen kümmert, bei der Vorstellung der Künstlerin. Sie habe Singer zufällig bei einem Besuch im Stadtmuseum Weiden kennengelernt, wo sie gerade eine Ausstellung hatte. Im Gespräch fanden die beiden Frauen heraus, dass sie gleiche Wurzeln haben: aufgewachsen auf dem Neustädter Mühlberg, die Mutter-Anna-Wallfahrtskirche im Blick.

Inspirationen aus Oman

Mit Blick auf die Werke in der Ausstellung verwies Eva Mühlbauer auf die Experimentierfreudigkeit Singers: "Die Farben Blau und Rot kommen in vielen Variationen vor, Aufenthalte im Oman haben Spuren in ihrem Werk hinterlassen." Gestalten sind vor körnigem Hintergrund aus Spachtelmasse und arabischem Wüstensand zu sehen. Stets fehlen den Bildern die Rahmen. "Das ist gewollt", sagt Mühlbauer, "denn das fehlende Element eröffnet dem Betrachter gleichsam die Sicht auf das Bild im Atelier." Ihre Liebe zur Malerei gab Marille Singer laut der Richterin über Jahre auch an Kinder weiter: bei einem fünfjährigen Malprojekt im Kindergarten Arche Noah in Altenstadt und durch kreative Malkurse an der Volkshochschule, zu denen Eltern ihre Kinder aus dem ganzen Landkreis nach Altenstadt brachten.

Marille Singer, die ihre Ausstellung zusammen mit ihrem Mann Ottmar aufgebaut hatte, bedankte sich sichtlich bewegt für den großen Zuspruch. Die Ausstellung im Verwaltungsgericht am Haidplatz ist noch bis 5. Juli zu sehen.

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Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 8 bis 16 Uhr, Freitag 8 bis 14 Uhr.

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http://www.marille-singer.de

http://www.vgh.bayern.de/vgregensburg
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