30.01.2018 - 20:00 Uhr
RegensburgOberpfalz

Künstler Peter Lang zeigt seine Eindrücke der österreichischen Berge in der Regensburger ... "Der Container war wieder unterwegs"

Patagonien, Island, Österreich. Es ist nicht so, dass die abgelegenen Gebiete, die Peter Lang aufsucht, unbedingt weit entfernt sein müssen. Zunächst habe er zwar gestutzt, angesichts der Einladung nach Österreich, gibt der Reformer der Landschaftsmalerei zu. Ein paar Monate auf der Hutterer Höss in Hinterstoder aber bewiesen: Das Spektakuläre liegt mitunter nahe. Er ließ sich von der Sennerin versorgen, von Gewittern nicht unterkriegen und vom Wintereinbruch überraschen. Die jüngste Bilderserie des Malers zeigt Eindrücke eines Sommers auf dem Berg. Die dabei entstandenen Bilder präsentiert die Regensburger Galerie "Art Affair" nun brandaktuell.

Den Sommer verbrachte Peter Lang auf der Hutterer Höss in Hinterstoder. Zurück in der Oberpfalz zeigt der Künstler (rechts) bei "Art Affair" (Galerist Karl-Friedrich Krause) seine Eindrücke aus Österreich. Bild: Wolke
von Susanne WolkeProfil

Monumentale Bilder

"Der Container war wieder unterwegs", lautet die Meldung der Galerie. Es war die mittlerweile dritte Reise des Künstlers, die er mit seinem eigens für ihn entwickelten Atelier-Container unternommen hat. "Peter Lang. Bergstation" ist der Titel der Ausstellung. So sehr ist Galerist Karl-Friedrich Krause von den monumentalen Landschaftsbildern überzeugt, dass er Lang bereits zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres im Programm hat.

Allerdings machen Galerist und Besucher der Schau eine schrittweise Veränderung im unverkennbaren Werk des Künstlers aus. Nach wie vor dominant sind zwar die für den Künstler so bezeichneten horizontalen Linien, die das Dargestellte in recht abstrakter Form wiedergeben - Lang bringt die Farbpigmente mittels einer Schlagschnur auf den Bildträger. "Dieser Berg stand mir direkt gegenüber", sagt sich Peter Lang. "Man kommt da nicht aus."

Immer öfter kristallisieren sich aus dieser sphärischen Stimmung von Licht und Luft aber konkrete Umrisse heraus. Hier ein Berg, da eine Erhöhung. Es sind "Ausreißer" eines Künstlers, der sich noch Wochen später tief beeindruckt zeigt von seinen Eindrücken in Österreich. "Durch die wilden Wetter dort gab es ganz hervorragende Lichtstimmungen", berichtet Lang bei der Vernissage in Regensburg. "Unglaublich, was da zu sehen war."

Abgelegene Orte im Fokus

Ausschlaggebend für den Aufenthalt des Landschaftsmalers auf der Hutterer Höss war ein Projekt des Sprengel Museums in Hannover. Dort initiieren die Verantwortlichen derzeit die Auseinandersetzung verschiedener Künstler mit der Region in Österreich. Lang aus der Gemeinde Gleißenberg (Kreis Cham) war der erste, der sich auf den Weg nach Österreich machte. Nach Island und Patagonien ist die Hutterer Höss in Österreich bereits die dritte abgelegene Region, die der zeitgenössische Landschaftsmaler mit seinem Container erschlossen hat.

Die Ausstellung "Peter Lang. Bergstation" läuft bis Samstag, 3. März, in der Galerie "Art Affair", Neue Waag Gasse 2, Regensburg. Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 11 bis 13 und von 14 bis 19 Uhr sowie Samstag von 11 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung.

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Weitere Informationen:

www.art-affair.net

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