07.03.2018 - 17:18 Uhr
Regensburg

Neues Programm der KoOpf Image der Kunst stärken

Mit der Oberpfalz verbinden die wenigsten Menschen eine Hochburg der zeitgenössischen Kunst. Doch genau das ist sie eben auch. Die Kulturkooperative Oberpfalz (KoOpf) hat es sich zum Ziel gesetzt, das Bewusstsein für Kunsthäuser der Region zu stärken.

Gleich zehn Vertreter der 20 Kunsthäuser der Kooperative kamen zum Pressetermin in der Bezirksverwaltung. Andrea Lamest (rechts) und Wolfgang Herzer (4. von rechts) sind die Organisatoren. Bild: Graf)
von Miriam GrafProfil

Die Oberpfalz ist ein "Tummelplatz der Gegenwartskunst" und ein "Landplatz der großen Namen", sagt Wolfgang Herzer vom Kulturverein Weiden. Er hat 1999 die KoOpf ins Leben gerufen. Sie vernetzt verschiedene Kunsthäuser der Region miteinander. "Es tut gut, unsere Kräfte zu bündeln." Am Montag hat die Kooperative in der Bezirksverwaltung ihr neues Jahresprogramm vorgestellt. Die KoOpf möchte das Kunst-Image der Oberpfalz stärken. "Einige Häuser sind bundesweit bekannt, aber in der Oberpfalz selbst kennen sie wenige", erklärt Herzer. Deswegen macht KoOpf auch mit den "Seh-Tankstellen" Touristen auf die Kunstschauen der Region aufmerksam. In diesem Jahr hat sich der Verein die Wiederaufbereitungsanlage Wackersdorf (WAA) als Projekt vorgenommen. Dort möchten sie in der freien Natur eine Installation errichten.

Vom Bezirk unterstützt

Die Kooperative wird vom Bezirk Oberpfalz unterstützt, schließlich zählt die Pflege der Kultur und des Brauchtums zu dessen Aufgaben, sagt Bezirkstagspräsident Franz Löffler: "Man traut es uns oft nicht zu. Doch Kunst und Kultur finden nicht nur in Metropolen statt." Die Kultur sei ein Spiegelbild der Gesellschaft: Wo sie blüht, gehe es auch der Gesellschaft gut.

Die Kooperative möchte in diesem Jahr die Künstler dazu anregen, sich mit dem Thema Nachlass zu beschäftigen, erklärt Herzer. "Denn jedes Werk ist auch Teil einer geistigen Kultur der Region. Diese in Zukunft gemeinsam auszustellen, wird sehr lohnend sein." Ein Beispiel dafür ist das Ludwig-Gebhard-Museum in Tiefenbach (Kreis Cham), das den Nachlass von Ludwig Gebhard, der dort geboren wurde, verwaltet.

Damit die Künstler der Oberpfalz aber nicht alle wegsterben, fördert KoOpf auch den Nachwuchs. Deswegen gibt es im Verbund sieben Jugendkunstschulen, denn "Kunst ist ein Bildungsmedium", sagt Herzer. Der Kunstbau Weiden und die Kulturwerkstatt Kalmreuth sind zwei der Schulen. "Mit der kulturellen Bildung von Kindesbeinen an können wir gewährleisten, dass das Land auch in kultureller Hinsicht gleichwertig mit Städten ist", betont die Leiterin Irene Fritz. Erstmalig bietet die Kooperative einen Kunst-Shuttle an. "Wir möchten der Öffentlichkeit ganz praktisch anbieten, bei uns einzusteigen", weiß Andrea Lamest, Leiterin des Oberpfälzer Künstlerhauses in Schwandorf. Ein Bus fährt am 22. April ab 13 Uhr vom Cordonhaus in Cham zum Künstlerhaus in Schwandorf und zum Luftmuseum nach Amberg. Anmeldung unter Telefon 09971/8579420.

Fahrt ins Spur-Museum

Am 2. September fährt der Shuttle um 10 Uhr von Schwandorf nach Cham, dort gibt es Führungen im Cordonhaus und im Museum "Spur". Dann geht es weiter zum neuen Kunsthaus in Blaibach (Kreis Cham. Anmeldung: Telefon 09431/9716.

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Weitere Informationen:

www.koopf.de

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