Regensburger Künstlerin Renate Christin zeigt im „Leeren Beutel“ Überblick ihres Schaffens
Gute Laune durch Farben

Eine Regensburger Institution stellt aus. Renate Christin sorgt für gute Laune im "Leeren Beutel". Bild: Wolke
Kultur
Regensburg
17.05.2017
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Renate Christin ist in Regensburg eine Art Institution. Unverkennbar mit feuerrotem Haarschopf und freundlichem Lächeln auf dem Gesicht, ist sie von den Ausstellungseröffnungen der Stadt nicht wegzudenken. Vielleicht war das mit ein Grund, dass der "Leere Beutel" bei der Vernissage von "überblicken - Werke von Renate Christin" fast aus den Nähten platzte. Christins rege Anteilnahme an der Präsentation anderer Künstler wurde ihr nun sozusagen vergolten.

Wohltuende Wirkung


Oder lag es einfach an der allgemeinen Beliebtheit der stets gut gelaunten Künstlerin, die in einer langen Reihe von Symposien beständig danach strebt, Menschen verschiedener Länder über den Weg der Kunst zusammenzubringen? Oder schlicht und einfach an der wohltuenden Wirkung ihrer farbigen Bilder?

Ja, Kunst kann gute Laune machen. Im Falle von Christin geschieht dies nicht nur durch das engagierte Auftreten einer Malerin im Sinne der Kunst - neben der Organisation von europaweiten Symposien ist sie seit einiger Zeit Leiterin des Regensburger "KunstvereinGraz". Auch ihre Bilder hauen einfach rein. Und zwar nicht im grellen Sinne. Die Farbigkeit ist bei Christin zwar kräftig, aber von der Palette her reduziert auf vornehmlich Rot-, Blau und Weißtöne. Die Gemälde der Künstlerin sind von gedämpfter Buntheit. Und sie strahlen eine ebensolche Ausgeglichenheit aus wie ihre Schöpfern selbst.

Abstrakt sind die Bilder nicht - auch wenn die Körper und Figuren, die sich darauf tummeln, oft erst auf den zweiten Blick erkennbar sind. Und es handelt sich auch nicht um reine Malerei. Dafür hat Christin viel zu viele Erinnerungsstücke gesammelt, die sich so vortrefflich in ihre Werke einfügen lassen.

Übermalte Erinnerungen


Zeitungsausschnitte, Flyer und andere Zettel machen ihre Arbeiten zu Collagen. Auch wenn die Künstlerin diese Versatzstücke später meist wieder übermalt, sind sie dennoch vorhanden. Und erinnern an die verschiedenen Stationen der umtriebigen Kunstschaffenden.

Ihr Weg führte sie bereits nach Salzburg, Florenz und Taiwan. Den Überblick hat die Künstlerin dabei nicht verloren. Und auch nicht die Liebe zu ihrer Heimatstadt. Die dankt es ihr mit einer gut besuchten Ausstellungseröffnung.

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Ihre Ausstellung läuft bis 25. Juni in der Städtischen Galerie im "Leeren Beutel". Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag und feiertags von 10 bis 16 Uhr.
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