Schwächeanfall in Regensburg
Sorge um Dirigenten Mariss Jansons

Kultur
Regensburg
12.10.2017
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Regensburg: Universität |

Mariss Jansons (74), weltberühmter Dirigent des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, erlitt am Ende seines Konzerts im Audimax der Regensburger Universität offensichtlich einen Schwächeanfall.

Beim Schlussapplaus nach dem zweistündigen Auftritt mit seinen Symphonikern am Mittwoch, 11. Oktober, stolperte er mehrere Male auf der ebenen Bühne leicht und griff sich ans Herz. Mit bleichem Gesicht verließ er umgehend den Saal, gefolgt von seinen Musikern. Nur Minuten später standen am Ausgang des Audimax ein Notarztfahrzeug und ein Rettungswagen. Wie es dem Maestro geht, ist derzeit (Mittwoch, 23.30 Uhr) nicht bekannt.
Das Konzert mit dem jungen Gaststar Daniil Trifonov brachte drei lange Stücke von Richard Strauss (1864 bis 1949), wobei der gefeierte Pianist Trifonov (26) mit der Burleske für Klavier und Orchester, op. 11 brillierte. Die Symphoniker spielten „Also sprach Zarathustra“ und „Till Eulenspiegels lustige Streiche“. Zum Ende hin war Mariss Jansons die Anstrengung anzusehen. Dass er während des abschließenden Beifalls plötzlich die Bühne verlassen musste, machte viele Zuhörer betroffen. Organisiert wurde der Abend von Odeon Concerte.
Als Jansons 1996 in Oslo "La Bohème" dirigierte, brache er am Pult mit einem Herzinfarkt zusammen. Sein Vater hatte 1984 bei einer Aufführung einen Herzinfarkt erlitten. Er starb.
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