28.12.2017 - 20:00 Uhr
RegensburgOberpfalz

Solodebüt des Regensburger Musikers T.G. Copperfield Der Held hat den Blues

Nachdem Ende 2016 der Regensburger Musiker T. G. Copperfield sein Solodebüt fertiggestellt hatte, unternimmt er eine längere Reise, die ihn vor allem nach Südamerika verschlägt. Dabei fliegt er über die USA. Zu dieser Zeit befindet sich das Land in der "heißen Wahlkampf-Phase".

von Autor MFGProfil

"Mit großem Erstaunen starrte ich vor allem auf die irrwitzige Strategie von Haudrauf Donald Trump. Er ist der Inbegriff für Dystopie, also das genaue Gegenteil einer positiv orientierten Utopie", philosophiert der 36-jährige T. G. (alias Tilo George). "Die Eindrücke, die ich in jenen Tagen sammeln konnte, haben mich sehr beeinflusst für die Texte meines neuen Albums. Und als feststand, dass Trump US-Präsident wird, war mir klar, dass ich jenem Wahnsinn meine eigene Vision entgegensetzen muss."

"Worried Man" nennt sich Copperfields Zweitwerk in Eigenregie. "Hauptberuflich" ist der Regensburger Sänger, Gitarrist und Komponist des Oberpfälzer Quintetts "3 Dayz Whiskey", das innerhalb von nur drei Jahren drei Alben veröffentlicht, eines kraftvoller und mitreißender als das andere. Von den zahlreichen fulminanten, jeden Abend aufs neue schweißtreibenden Auftritten ganz zu schweigen. Und wie nebenher heimst der Fünfer aus Regensburg samt einigen anderen Trophäen 2014 auch den renommierten "Rock & Pop-Preis" als "beste Rhythm & Blues-Band Deutschlands" ein.

Extrem stolz

Tilo ist nach wie vor, laut eigener Aussage, "extrem stolz auf die Bandgeschichte. Und ich hoffe und denke, das bislang Erreichte war noch nicht das Ende der Fahnenstange, was unsere Karriere betrifft. Trotzdem liegt das aktuelle Hauptaugenmerk auf meiner Solo-Karriere. Bei unserer Gruppe herrschte 2016 ein gewisser kreativer Leerlauf. Da ich hyper-aktiv bin und keine künstlerische Atempause kenne, nutzte ich diesen Umstand, um endlich mal eine Produktion unter eigenem Namen einzuspielen. Und jetzt in kurzer Zeit Scheibe Nummer Zwei nachzulegen. So muss es sein, wenn man sich der Kunst mit Haut und Haar verschrieben hat." Allzu groß klingen die Unterschiede zwischen Liedern von "3 Dayz Whiskey" und den T. G.-Songs für den Außenstehenden nicht unbedingt. T. G. ist da anderer Meinung: "Der Blues bildet auf meinen beiden Platten das Zentrum des musikalischen Geschehens", erklärt Copperfield. "Doch ich habe mich ganz bewusst auch anderen Einflüssen ausgesetzt, um ein möglichst vielseitiges Spektrum zu repräsentieren, etwa Country, Folk, Americana, Classic Rock und sogar ein wenig Funk. Ich habe bei keiner Stilrichtung Berührungsängste an den Tag gelegt", meint der drahtige Sonnyboy lässig.

Und dann gibt es bei "The Worried Man" auch noch das inhaltliche Konzept, das sich der Oberpfälzer ausgedacht hat. "Ich gehe tatsächlich so weit zu behaupten, das erste Blues-Rock-Werk mit einer durchgehenden Geschichte aufgenommen zu haben", lacht Copperfield vergnügt. In dieser Blues-Rock-Oper geht es um einen Outlaw namens "Evil Eye", der sich in einer nicht ganz unwahrscheinlichen nahen Zukunft zurechtfinden muss, in der ein totalitärer Staat der Bevölkerung erklärt, wo ihr Dasein lang geht. "Doch mein Held lässt sich von so einer Regierung möglichst wenig bieten. Er kämpft für die absolute Freiheit des Individuums, widergespiegelt in einigen Charakteren. "Evil Eye" lässt sich nicht unterkriegen und korrumpieren. Wohl deshalb ist er eine Art Alter Ego von mir", feixt Tilo.

Hoch motiviert

Wie schon der Solo-Vorgänger wurde "The Worried Man" im Abensberger "Slash Zero"-Studio unter der Regie von Produzent Robert Hofmann aufgenommen. Copperfield zur Seite standen Schlagzeuger Michael "Air" Hofmann und Bassist Michael "Don Karlos" Karl. "Natürlich haben wir alle Stücke komplett live eingespielt", sichert T. G. dem Hörer zu. "Sonst hätten die nicht diesen mächtigen Bumms."

Das Studio-Trio wird in den nächsten Wochen bei den Konzerten auch das Live-Trio ausmachen. "Wir sind hoch motiviert, werden das Äußerste aus uns raus holen", ereifert sich Copperfield. "Etwas größenwahnsinnig würde ich uns als die "Cream aus der Oberpfalz" bezeichnen. Naja, vielleicht ist das doch ein wenig anmaßend. Aber eines verspreche ich schon heute: Wir liefern unseren Fans eine archaische Blues Rock-Show!"

T. G. Copperfield spielt am Donnerstag, 5. Januar (20 Uhr), im VAZ in Burglengenfeld und am Samstag, 20. Januar (20 Uhr), im "Gestern" in Sulzbach-Rosenberg.

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