06.06.2017 - 16:54 Uhr
RegensburgOberpfalz

„Tage Alter Musik“ bringen die Stadt traditionell an Pfingsten zum Klingen Originalklänge in Regensburg

Heiterkeit und Glückseligkeit sind wohl treffende Beschreibungen der "Tage Alter Musik", die dieses Pfingstwochenende zum mittlerweile 33. Mal in Regensburg stattfanden. Dafür sorgten wieder Ensembles aus aller Welt, die musikalischen Genuss vor einer einmaligen Kulisse boten. Die Regensburger Domspatzen und das "L'Orfeo Barockorchester" aus Österreich eröffneten die Veranstaltung.

Frohe Gesichter bei der Eröffnung der "Tage Alter Musik" im Historischen Salzstadel: Dr. Markus Witt (stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Regensburg), Christiana Schmidbauer (Kulturreferat), die Organisatoren Ludwig Hartmann, Paul Holzgartner und Stephan Schmid sowie Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer (von links). Bild: Wolke
von Susanne WolkeProfil

Passendes Ambiente

Die Besonderheit des Musikfestivals, das einst von drei ehemaligen Domspatzen ins Leben gerufen wurde und heute als eines der renommiertesten seiner Art in ganz Europa gilt: Die "Tage Alter Musik" sind nicht nur eine Zeitreise - diesmal waren es 600 Jahre Musikgeschichte vom Mittelalter bis zur Romantik. Auf alten Instrumenten werden die Stücke zudem in einem angemessenen Ambiente dargebracht. "Der Historische Reichssaal, die Minoritenkirche, die Basilika St. Emmeram: Es hört gar nicht auf, was wir an schönen Räumen bieten können", zählte Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer bei ihrer Eröffnungsrede am Samstag im Historischen Salzstadel auf. Die Stadt Regensburg ist glücklich über die "Tage Alter Musik". Denn: "Wir in Regensburg profitieren von der internationalen Aufmerksamkeit", sagte die Bürgermeisterin.

Dass Regensburg jedes Jahr an Pfingsten zum "Mekka der Originalklangfans" wird, wie es einer der drei Organisatoren Ludwig Hartmann beschreibt, ist längst Tradition. Und zwar auch aufgrund des "an ein Wunder grenzenden Spürsinns für aktuelle Entwicklungen in der Szene". So ungefähr hat ein Freund des Festivals die musikalische Treffsicherheit Hartmanns und seiner beiden Mitstreiter Paul Holzgartner und Stephan Schmid charakterisiert.

Hoher Anspruch

Für musikalischen Genuss sorgten dieses Jahr unter anderem die Formationen "La Grande Chapelle" aus Spanien, das "Ensemble Labyrinthus" aus Russland, "Solomon's Knot Baroque Collective" aus Großbritannien und "La Fonte Musica" aus Italien. Etliche der Konzerte wurden im Radio übertragen.

Den hohen Anspruch der "Tage Alter Musik" weiß auch das Kultusministerium zu schätzen: Der Zuschuss für das Festival wurde nun verdoppelt. "Wir machen auf jeden Fall weiter." Das Versprechen Ludwig Hartmanns klingt wie Musik in den Ohren aller Freunde der "Alten Musik".

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