22.05.2018 - 20:00 Uhr
RegensburgOberpfalz

"Tage Alter Musik" in Regensburg Musikalische Zeitreise, die begeistert

Barockorchester aus ganz Europa, herausragende Interpreten, eine "Alehouse Session" - und das alles als Gesamtkunstwerk in schönen historischen Räumen. Die Auswahl fällt schwer angesichts des hochkarätigen Programms der "Tage Alter Musik Regensburg". Das galt auch für die 34. Auflage des Musikfestivals, das wieder an Pfingsten an historischen Stätten in Regensburg über die Bühne ging.

Sie eröffneten die "Tage Alter Musik Regensburg 2018": Oswald Beaujean (BR Klassik), Dr. Markus Witt (Sparkasse Regensburg), Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer sowie die Initiatoren Ludwig Hartmann, Stephan Schmid und Paul Holzgartner (von links). Bild: Wolke
von Susanne WolkeProfil

Auch dieses Jahr hieß es für die meisten Konzerte schon kurz nach Weihnachten: ausverkauft. Den Initiatoren der "Tage Alter Musik" ist dies eine Bestätigung, die sie alle Jahre wieder erleben. "Auch in der 34. Ausgabe des Festivals können wir erfreulicherweise feststellen: Das Interesse ist ungebrochen", untertreibt Stephan Schmid bei der Eröffnung der "Tage Alter Musik" im Salzstadel bescheiden. Denn: Mittlerweile 34 Jahre nachdem die ehemaligen Regensburger Domspatzen Ludwig Hartmann, Paul Holzgartner und Stephan Schmid mit einem fünf Konzerte umfassenden Workshop starteten, ist das Musikfestival längst ein Magnet geworden. Aus nah und fern strömt das Publikum zu dem Konzertreigen, der europaweit seinesgleichen sucht.

"Wir in Regensburg sind sehr stolz auf unserer Altstadt, auf unsere Kirchen und Säle", sagt Bürgermeisterin Gertrud Malz-Schwarzfischer bei der Eröffnung. Sie dankt den drei Initiatoren, die die passende Musik in dieses Ambiente bringen, und welche die Stadt "sehr gerne unterstützt".

Alte Musik in alten Räumen und das auch noch auf alten Instrumenten: Das ist das Rezept des Festivals, das die Sponsoren Stadt und Sparkasse unisono als einen "Leuchtturm" der Region bezeichnen. Die bewährte musikalische Zeitreise vom Mittelalter bis zur Romantik fand auch am vergangenen Pfingstwochenende an altehrwürdigen Aufführungsorten statt. Den Startschuss setzen in bewährter Weise die Regensburger Domspatzen. Gemeinsam mit dem Orchester "Concerto Köln" führen sie in der Dreieinigkeitskirche zwei höchst unterschiedliche, religiöse Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy auf: die Choralkantate "Verleih uns Frieden gnädiglich" sowie den "Lobgesang op. 52". Danach folgen 17 Konzerte, etwa ein gemeinsamer Auftritt der tschechischen Sopranistin Hana Blažíková und des italienischen Zinkenisten Bruce Dickey - das Zink als ehemaliges Instrument großer Virtuosen geriet im 19. Jahrhundert in Vergessenheit und erlebt seit den 1950er Jahren ein Revival. Fürs junge Publikum untermalt das European Union Baroque Orchestra eine Aufführung des Figurentheaters "Favoletta" mit Vivaldis "Die vier Jahreszeiten". Zum Schluss im Leeren Beutel: Seemanslieder und norwegische Volksweisen aus dem 17. Jahrhundert, zum Besten gegeben von "Barokksolistene" aus Norwegen.

Der BR Klassik überträgt Teile des Festivals in einer zweistündigen Sondersendung. Gäste sind von weither oder aus der direkten Umgebung angereist. Sie können sich zu den Glücklichen zählen. Denn: Karten für die "Tage Alter Musik" sind schnell vergriffen. Schließlich sucht das Festival europaweit seinesgleichen.

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