Bauchstechala mit Klangkunst
Kunst-Stipendium

"Biergarten" nennt Alois Späth eine Konstellation schwarz und weiß lackierter Blätter, aus denen Vogelgezwitscher sertönt. Bild: Herda
Lokales
Regensburg
15.11.2012
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"Als ich beim ersten Mal anrief, hat mir der Luber gesagt. ,Aha, damit kann ich nix anfangen'," grinst der Stipendiat, der nach vier Wochen auch gut lachen hatte: "Jetzt hat er sie mir alle drei abgekauft!"

Späths Installationen im mittelalterlichen Gutshof des "Goldenen Löwen" nehmen Bezug auf Grundelemente von Kallmünz. "Biergarten" nennt er eine Konstellation von schwarz und weiß lackierten Blättern, aus denen mittels kaschierter, Iinearer Kopfhörer Vogelgezwitscher ertönt - mit Autogeräuschen aus der Ferne. An den Schmied in der Vilsgasse, in dessen Haus im Felsen 1964 bei einem Felssturz ein Kunde ums Leben kam, erinnern die beiden großen Eisenringe mit Schraubstöcken - das hierauf übertragene Verkehrsrauschen klingt täuschend echt wie die Geräuschkulisse in einer Schmiede.

Und schließlich simulieren die Transduzer auf Teelichtalu, die mit Wasser als Verstärker gefüllt sind, das omnipräsente Wasserrauschen bei einem Spaziergang: "Jedesmal, wenn sich eine Gasse zum Fluss öffnet, schwillt das Rauschen an und verebbt wieder - so wie bei dieser Installation bei einer bestimmten Frequenz die Wasseroberfläche zu schwingen beginnt und kleine LED-Spots die Lichtreflexe auf dem Fluss imitieren."
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