30.06.2017 - 23:30 Uhr
RegensburgDeutschland & Welt

Amtszeit als Präfekt der Glaubenskongregation endet am 2. Juli Keine Verlängerung für Kardinal Müller

Rom. (KNA/paa) Papst Franziskus hat sich von einem seiner ranghöchsten Mitarbeiter getrennt. Wie die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) am Freitagabend im Vatikan erfuhr, wird die Amtszeit von Kardinal Gerhard Ludwig Müller (69) als Leiter der Römischen Glaubenskongregation nicht verlängert. Sie endet nach fünf Jahren fristgerecht am 2. Juli.

Kardinal Gerhard Müller. Archivbild: Sebastian Kahnert/dpa
von Agentur KNAProfil

Müller verdankte seine Ernennung im Jahr 2012 dem damaligen Papst Benedikt XVI. Im Jahr 2014 erhob Papst Franziskus ihn zum Kardinal. Zwischen Müller und dem Papst hatte es in den vergangenen Jahren Meinungsverschiedenheiten in moraltheologischen Fragen gegeben, insbesondere in der Frage des Umgangs der Kirche mit wiederverheirateten Geschiedenen. Zuletzt hatte Müller am 25. Mai in einem Fernseh-Interview die Tatsache kritisiert, dass Franziskus drei Mitarbeiter des Kardinals gegen dessen Willen entlassen hatte.

Der gebürtige Rheinhesse und habilitierte Theologe war von 2002 bis 2012 Bischof von in Regensburg. Im Interview mit unserer Zeitung sagte er im Dezember: "Ich fühle mich nach wie vor zuhause im Bistum und komme gerne, wenn es meine jetzigen Verpflichtungen und der Terminkalender erlauben."

Kardinal Müller gilt als "konservativer Hardliner". Die Kongregation für die Glaubenslehre ist die älteste Behörde des Heiligen Stuhls. Sie war lange Zeit die oberste, aber auch die am meisten gefürchtete Behörde des Heiligen Stuhls.

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