23.01.2018 - 20:00 Uhr
RegensburgOberpfalz

ADAC-Staubilanz 2017: Wenig Staus in der Oberpfalz Brennpunkt A3 in Regensburg

Staurekord auf Deutschlands Autobahnen. In Bayern sind die Staukilometer 2017 aber zurückgegangen. Und in der Oberpfalz? Dort staut es sich laut ADAC selten. Nur die A 3 in Regensburg schert diesbezüglich aus.

Symbolbild.
von Julian Trager Kontakt Profil

Auf den Oberpfälzer Autobahnen ist relativ wenig los. Im Vergleich zu anderen Streckenabschnitten sind hier nur wenige Fahrzeuge unterwegs. Staus? Ganz selten. Vor allem auf der A 6 und A 93. "Der Oberpfälzer Ecke geht es recht gut", sagt Wolfgang Lieberth, Verkehrsexperte des ADAC Nordbayern.

Die A 6 weise laut der ADAC-Staubilanz 2017 keine großen Auffälligkeiten auf. Die meisten Staus hat es zwischen den Anschlussstellen Amberg-West und Sulzbach-Rosenberg gegeben, 20 Stück. Es staute sich insgesamt 49 Kilometer. Zum Vergleich: Knapp 50 Kilometer westlich sind es auf derselben Autobahn bereits 1123 Staus mit 1973 Staukilometern, zwischen Nürnberg-Ost und Langwasser liegt dieser Brennpunkt. Auch auf den Oberpfälzer Streckenabschnitten der A 93 ist es ruhig, sehr ruhig. "Gar keine Auffälligkeiten", sagt der Verkehrsexperte. "Die Straßen sind nicht so stark befahren, es gibt nicht so viele Baustellen", erklärt er die niedrigen Zahlen auf A 6 und A 93.

Anders sieht es im Raum Regensburg aus. Die A 3 ist das Stau-Sorgenkind unter den drei Oberpfälzer Autobahnen. "Hier haben wir das meiste Verkehrsaufkommen in der Oberpfalz", sagt Lieberth. Die Zahlen des ADAC verdeutlichen die Unterschiede zu den beiden anderen Autobahnen. Zwischen dem Kreuz Regensburg und Regensburg-Universität staute es sich im vergangen Jahr 331 Mal. Macht eine Gesamt-Blechlawine von 721 Kilometern. Der Autobahnabschnitt ist der wohl meistbefahrenste in der ganzen Oberpfalz.

Rund 76 000 Fahrzeuge sind dort jeden Tag in beiden Fahrtrichtungen unterwegs. An einem Werktags sind es durchschnittlich sogar 82 000. Das teilt Josef Seebacher, Pressesprecher der Autobahndirektion Südbayern, mit. Das sind fast doppelt so viele wie auf der A 93 zwischen Schwandorf-Süd und Teublitz. Rund 40 000 Verkehrsteilnehmer fahren dort im Schnitt an einem Tag über die Straße. Zwischen Weiden-Süd und Luhe-Wildenau sind es noch weniger, nur noch 32 000 pro Tag. Auf der A 6 zwischen Nabburg und dem Autobahnkreuz Oberpfälzer Wald gar nur 16 000 Fahrzeuge.

Der Autobahnverkehr im Raum Regensburg hat zuletzt deutlich zugenommen. Seebacher erkennt zwei Trends. Die Wirtschaft wachse dort sehr stark. "Die großen Firmen expandieren massiv, es gibt viele Logistikzentren." Das bringe viel Verkehr auf die Straßen. Das Ende des Eisernen Vorhangs habe dazu ebenfalls einen Beitrag geleistet. "Das macht sich jetzt massiv bemerkbar." Länder wie Ungarn wurden in die europäische Wirtschaft integriert, deutsche Firmen lassen dort produzieren. Die A 3 spielt dabei eine wichtige Rolle: "Die Hauptverkehrsachse Südosteuropas", sagt Seebacher.

Auf Bayern entfallen 18 Prozent aller bundesweiten Staus, wie der ADAC in seiner Staubilanz 2017 meldet. Die bayerischen Staukilometer sind im Vergleich zu 2016 aber um vier Prozent auf 283 000 zurückgegangen. In Deutschland staute es sich auf insgesamt 1,45 Millionen Kilometer, fünf Prozent mehr als 2016. Im vergangenen Jahr hat es auf den deutschen Autobahnen so viele Staus wie noch nie gegeben: 723 000, ein Plus von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Verkehrsteilnehmer standen 457 000 Stunden im Stau - neun Prozent mehr als 2016. Die schlimmste Staustrecke Deutschlands ist übrigens - wie in der Oberpfalz - die A 3.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.