Bayerisch-Tschechische Hochschulagentur eröffnet
Signal fürs Grenzland

Feierliche Eröffnung der Bayerisch-Tschechischen Hochschulagentur: Kultusminister Ludwig Spaenle (von links), Jaroslav Fidrmuc, tschechischer Vizeminister für Bildung, Finanz- und Heimatminister Markus Söder und Professor Godehard Ruppert, Vorsitzender des Bayhost-Direktoriums Bild: leh
Politik
Regensburg
17.12.2016
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Als "wuchtiges Signal für das bayerische Grenzland" hat Finanzminister Markus Söder am Freitag in Regensburg die Bayerisch-Tschechische Hochschulagentur (BTHA) bezeichnet. Das vorerst bis 2020 mit rund 3,7 Millionen Euro vom Staatsministerium geförderte Projekt soll die grenzübergreifende Vernetzung bayerischer und tschechischer Hochschulen in Forschung und Lehre fördern.

"Bayern hat verschiedene Entwicklungsgeschwindigkeiten", erklärte Söder. Weshalb es ihm als Finanz- und Heimatminister besonders wichtig sei, Ostbayern mit seiner Lage direkt am ehemals Eisernen Vorhang zu fördern. "Lassen Sie uns aus dem Eisernen Vorhang ein Goldenes Band machen", appellierte er an die zahlreichen Vertreter aus der bayerischen und tschechischen Politik und Hochschullandschaft. Deshalb übernehme die bayerische Regierung die Gesamtkosten des BTHA von rund 3,7 Millionen Euro gerne. "Selten ist Geld so gut angelegt wie hier", bekräftigte Söder.

Das Projekt ist vorerst bis 2020 angelegt und die Förderprogramme reichen von Stipendien für Studienaufenthalte und Sprachkursen über die Förderung bilateraler akademischer Projekte bis zu Forschungsverbünden mehrerer Universitäten und Hochschulen in Bayern und Tschechien. Auch der Vizeminister für Bildung der Tschechischen Republik, Jaroslav Fidrmuc, zeigte sich erfreut, dass durch das Projekt die Integration und der Wissensaustausch junger Menschen im vereinigten Europa ermöglicht werde. Durch den Startschuss des BTHA, bekräftigte auch Kultusminister Ludwig Spaenle, könnten nicht nur Wunden der Vergangenheit leichter aufgearbeitet werden, auch für ein auseinanderbröckelndes Europa sei die bayerisch-tschechische Kooperation im Herzen Europas ein starkes Signal.
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