28.11.2016 - 02:10 Uhr
RegensburgOberpfalz

Bezirksparteitag: Marianne Schieder führt Oberpfälzer SPD-Bundestagskandidaten auf der ... Vier Genossen wollen nach Berlin

Die Oberpfälzer SPD hat am Samstag die Listenreihung ihrer Kandidaten für die Bundestagswahl 2017 beschlossen. Marianne Schieder soll den Bezirk auf der Landesliste anführen. Die Genossen gaben sich "in schwierigen Zeiten" kämpferisch. Die Direktmandate fallen in der Oberpfalz traditionell an die CSU-Kandidaten. Umso wichtiger ist es für die SPD-Bewerber, einen aussichtsreichen Platz auf der Landesliste zu erreichen, um über diesen Weg in den Bundestag einzuziehen. 2013 gelang so Marianne Schieder (Platz 6) zum dritten Mal und Uli Grötsch (Platz 15) zum ersten Mal der Sprung nach Berlin. Beide treten auch 2017 wieder an.

Sie gehen für die Oberpfälzer SPD ins Rennen: (von links) Uli Grötsch, Johannes Foitzik, Marianne Schieder und Tobias Hammerl. Bild: gib
von Hanna Gibbs Kontakt Profil

Der SPD-Bezirksvorstand hatte am Freitagabend eine Reihung festgelegt, über die bei einem außerordentlichen Bezirksparteitag am Samstag in Zeitlarn (Kreis Regensburg) 145 Delegierte abstimmten. Schieder (Wahlkreis Schwandorf-Cham) wurde mit 93 Prozent der Stimmen auf Platz eins bestätigt. Grötsch (Wahlkreis Weiden-Neustadt) erhielt 96 Prozent für Platz zwei. Für die Plätze drei und vier hatte sich der Bezirksvorstand nicht auf eine Reihung einigen können. Daher entschieden die Delegierten. Sie beschlossen, dass Johannes Foitzik (Wahlkreis Amberg-Neumarkt) als Dritter gesetzt wird. Auf Platz vier landete Tobias Hammerl (Wahlkreis Regensburg). Auf die Plätze fünf bis acht wurden ferner Sarah Nerb (Regensburg), Martin Seibert (Amberg), Sabine Zeidler (Weiden) und Franz Brunner (Maxhütte-Haidhof) gewählt. Über die endgültige Zusammensetzung der Landesliste entscheidet am 10. Dezember die Landesvertreterversammlung in Nürnberg. Landesvorsitzender Florian Pronold schwor die Genossen auf den Wahlkampf ein. "Die SPD muss Haltung beweisen", sagte er. Als größten Erfolg der SPD in der Großen Koalition bezeichnete er die Einführung des Mindestlohns. Im Wahlkampf möchte er gezielt auf folgende Themen setzen: die Rückkehr zur paritätischen Aufteilung der Krankenkassenbeiträge, die Einführung einer Bürgerversicherung, die Sicherung von "anständigen Renten" und eine gerechtere Steuerpolitik.

Rückendeckung gab es für Regensburgs Oberbürgermeister Joachim Wolbergs, gegen den in Zusammenhang mit Parteispenden ermittelt wird. SPD-Bezirkschef Franz Schindler sprach von einer "Schmutzkampagne". Bei den Ermittlungen werde nichts herauskommen.

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