08.02.2018 - 16:34 Uhr
Regensburg

"Mangel an interreligiösem Dialog" CSU-Fraktion kritisiert Moschee-Projekt

Das Genehmigungsverfahren für die geplante neue Ditib-Moschee in Regensburg stößt bei der örtlichen CSU-Fraktion auf Kritik. Das Bauvorhaben sei ohne Beteiligung der Öffentlichkeit genehmigt worden, erklärte die Fraktion am Donnerstag in einem Schreiben an Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer (SPD).

Symbolbild: Boris Roessler/dpa
von Agentur EPDProfil

Der Ditib-Gemeinde warf die Fraktion "fehlende Transparenz und einen Mangel an interreligiösem Dialog" vor. "Es müsste doch klar sein, dass der Bau einer neuen, noch dazu großen türkischen Moschee bei der Bevölkerung auf Kritik stoßen würde", hieß es in dem Schreiben. Im Stadtosten ergebe sich schon jetzt eine problematische Situation: Hier häuften sich acht Moscheegemeinden unterschiedlicher Strömungen. Eine bereits vorhandene Ghettobildung würde durch den Neubau noch unterstützt. Viele Bürger befürchteten die "Zementierung einer Parallelgesellschaft". In den Grundschulen des Stadtviertels gebe es bereits jetzt Schulklassen mit 100 Prozent Migrationsanteil, teilte die Fraktion mit.

Mit dem Bau der neuen Moschee soll laut Ditib-Angaben noch heuer begonnen werden. Geplant ist ein dreistöckiger Bau auf einem 2 240 Quadratmeter großen Grundstück. Dazu gehört auch ein 21 Meter hohes Minarett, das erste in der Stadt. Bis März 2019 soll die Moschee fertig sein.

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