30.03.2017 - 19:56 Uhr
RegensburgOberpfalz

Neue Aufnahmeeinrichtung in Regensburg Erster Ruhepol nach der Flucht

Gleich zwei Staatsminister haben am Donnerstag den Betrieb in der Erstaufnahme-Einrichtung in der Regensburger Bajuwarenkaserne eröffnet. Ein Kindergarten, Ärzteräume und Behörden sind in die modernen Gebäude integriert. Ein Schwerpunkt soll auf der Betreuung von geflüchteten Frauen und Kindern liegen. Die frei werdende Pionierkaserne wird zu einem Transitzentrum umfunktioniert.

Mitarbeiterin Veda Erös (Mitte) gab den Ministern Emilia Müller (rechts) und Joachim Herrmann (links) einen Einblick in ihre Aufgaben in der Registrierungsstelle. Bild: Gibbs
von Hanna Gibbs Kontakt Profil

Bis zu 600 Menschen können ab sofort in der technisch modern ausgestatteten Erstaufnahmeeinrichtung untergebracht werden. Als Bayerns Sozialministerin Emilia Müller und Innenminister Joachim Herrmann (beide CSU) sich am Donnerstag auf dem Gelände umsahen, waren die meisten Räume noch leer. 60 Asylbewerber sind bislang eingezogen. Die Mehrzahl ist noch in der Pionierkaserne untergebracht, die bislang als Erstaufnahmestelle dient und noch zu 75 Prozent belegt ist. "Die Aufnahmeeinrichtungen sind die Stützpfeiler für schnelle Asylverfahren", sagte Müller. "Deshalb schaffen wir dort auch in Zeiten rückläufiger Asylzahlen zusätzliche Plätze." In Regensburg werden Menschen aus Eritrea (Anerkennungsquote 73 Prozent), dem Irak (62 Prozent) und aus Mali (6 Prozent) aufgenommen.

Regierungspräsident Axel Bartelt hob hervor, dass die Erstaufnahmeeinrichtung in einer Rekordzeit von 13 Monaten errichtet wurde - und die Kosten mit 30 Millionen Euro um ein Viertel niedriger blieben als geplant. 125 Mitarbeiter arbeiten im Verwaltungsgebäude, drei Unterkunftshäusern, einer Kantine und einem Technikgebäude.

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