13.12.2017 - 22:04 Uhr
RegensburgOberpfalz

Seenotretter Sea-Eye: Rettungseinsätze vor Libyen wieder möglich

Die libysche Regierung hat offenbar die Sperre für private Seenotretter vor der libyschen Küste aufgehoben. Das teilte die Regensburger Organisation Sea-Eye am Mittwoch mit. Dies bedeute, dass die Rettung von Flüchtlingen vor der libyschen Küste wieder möglich sei, "ohne dass es zu einer bewaffneten Bedrohung durch die libysche Küstenwache kommt", hieß es. Im Juli dieses Jahres war die Sperre für private Seenotretter von der libyschen Regierung verhängt worden.

Ein Schiff der Nichtregierungsorganisation (NGO) "Sea-Eye" und ein deutsches Marineschiff.
von Agentur EPDProfil

Die Informationen stammten von der International Maritime Organization (IMO). Sollten sie stimmen, begrüße man die Entwicklung, erklärte Sea-Eye-Gründer Michael Buschheuer. In Gesprächen mit dem Kanzleramt und dem Bundesinnenministerium hätten Sea-Eye-Vertreter zuvor deutlich gemacht, dass es sich bei der Sperre um einen "völkerrechtswidrigen Akt" handle. Sea-Eye ist seit April 2016 im Mittelmeer unterwegs, um Schiffbrüchige und Ertrinkende zu retten. Seit Mai 2017 ist auch ein zweites Schiff, die Seefuchs, auf Rettungsfahrt.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.