11.03.2018 - 16:10 Uhr
Regensburg

2:1-Heimerfolg gegen SV Sandhausen Joshua Mees stochert den SSV Jahn zum Sieg

Der SSV Jahn Regensburg bleibt 2018 im eigenen Stadion in der 2. Fußball-Bundesliga ungeschlagen. Gegen den SV Sandhausen gewinnt die Elf von Trainer Achim Beierlorzer am Sonntag mit 2:1 (1:0).

Joshua Mees (rechts) war mit zwei Treffern Mann des Tages beim SSV Jahn Regensburg.
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Hoffenheim-Leihgabe Joshua Mees avancierte mit einem Doppelpack (28./52.) vor 11885 Zuschauern in der Continental-Arena zum Mann des Tages. Mit nun 39 Zählern springen die Oberpfälzer auf Platz vier - zwei Punkte hinter dem Aufstiegsrelegationsplatz und neun Zähler Polster zur Abstiegszone.

"Es war klar, dass es gegen diese defensivstarke Mannschaft kein fußballerischer Leckerbissen wird. Aber wir sind natürlich super-happy über den Sieg. Jetzt fehlt uns noch ein Sieg zum Saisonziel", zeigte sich Beierlorzer trotz der mäßigen Darbietung seines Teams zufrieden. Sein Pendant Kenan Kocak, Trainer des SV Sandhausen, war ob der Präsente seiner Akteure angefressen. "Beim 0:1 schlafen wir im Kollektiv und über das zweite Tor brauchen wir erst gar nicht reden", sagte er zu einem verhängnisvollen Missgeschick seines Keepers.

Jahn-Trainer Achim Beierlorzer änderte seine Startelf gegenüber der 1:2-Pleite bei Eintracht Braunschweig gleich auf vier Positionen. Philipp Pentke kehrte nach seinem kurzen Vaterschaftsurlaub für André Weis in den Kasten zurück. Dazu ersetzten Marc Lais, Jann George und Joshua Mees die auf die Bank beorderten Andreas Geipl, Sebastian Solze und Jonas Nietfeld.

Köllner unter den Zuschauern

Unter den Blicken von Club-Coach Michael Köllner (sein 1. FC Nürnberg muss am 33. Spieltag noch nach Sandhausen) entwickelte sich im ersten Abschnitt kein schön anzuschauendes Spiel. Entgegen des ansonsten präferierten gepflegten Kurzpassspiels setzten die Hausherren gegen den Tabellen-Nachbarn eher auf den langen Huf in Richtung der beiden Spitzen Marco Grüttner und Sargis Adamyan. Dabei fehlte jedoch jegliche Präzision. Da auch die Kurpfälzer aus Baden-Württemberg nicht ihren besten Tag erwischt hatten, erinnerte die Begegnung in den ersten 25 Minuten eher an ein Ping-Pong-Spiel denn ein Zweitliga-Duell aus dem oberen Tabellendrittel. Nennenswerte Torchancen? Fehlanzeige - auf beiden Seiten.

Als die Gäste noch wegen einer vermeintlichen Einwurf-Fehlentscheidung mit den Unparteiischen haderten, tauchte Joshua Mees plötzlich frei vor Marcel Schuhen auf. Zunächst scheiterte der Jahn-Flügelflitzer noch am Gästekeeper, stocherte jedoch den Abpraller zur Regensburger Führung noch über die Linie (28.). Eine Führung aus dem Nichts. Bei den Sandhäusern verfehlte dieser Treffer seine Wirkung nicht. Zwar wurde ein Abschluss von Denis Linsmayer im letzten Moment noch geblockt (41.), doch Grüttner per Kopf (43.) und Benedikt Saller mit einer Direktabnahme nach einem Eckball (44.) hätten die Jahn-Führung noch vor dem Seitenwechsel ausbauen können.

Die zweite Hälfte begann für den Jahn wunschgemäß: Mees lief einem Rückpass zum Sandhäuser Keeper nach, dieser zögerte zu lange und verlor nach einem Pressschlag die Kugel. Der Regensburger stocherte den Ball schließlich im Liegen zum 2:0 für den SSV über die Linie (52.). "Ich bin da instinktiv nachgegangen. Auch wenn's nicht die schönsten Treffer waren: Tor ist Tor", sagte der Doppel-Torschütze nach der Partie. Nach der scheinbaren Vorentscheidung sandten die Gäste doch noch ein Lebenszeichen durch die Arena: Der kurz zuvor eingewechselte Sahin Aygünes tauchte nach einer Kopfball-Verlängerung frei vor Pentke auf. Der Jahn-Keeper verharrte auf der Linie und hatte gegen den Abschluss des SVS-Jokers keine Chance (60.).

Spannende Schlussphase

In der Folgezeit ließen bei den Hausherren die Kräfte zunehmend nach und Sandhausen drängte auf den Ausgleich. Beierlorzer versuchte seine Defensive zu stabilisieren und brachte mit Asger Sörensen für Jann George einen dritten Innenverteidiger für einen Offensivmann. In einer spannenden Schlussphase wankte Regensburg bedenklich, fiel aber nicht: Trotz drückender Überlegenheit schafften es die Gäste nicht, sich Torchancen zu kreieren. Und so blieb es beim glücklichen Sieg für Regensburg, die damit nur mehr einen Zähler vom ausgegebenen Saisonziel "40 Punkte" entfernt sind.

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