05.07.2004 - 00:00 Uhr
RegensburgSport

Der SSV Jahn Regensburg präsentiert sein neues Team - Basler spielt nicht mehr Fitness-Fanatiker Mario

von Josef Maier Kontakt Profil

Die Zeiten ändern sich, die Leute auch. "Meine Spieler brauchen zwei paar Laufschuhe in den nächsten acht Tagen." Mario Basler gibt Gas. Er, der früher manche Konditionseinheit schwänzte, wird als Teammanager des SSV Jahn Regensburg noch zum Fitness-Fanatiker. Sehr hart wolle er in den nächsten Tagen trainieren, sagte der 35-Jährige am Sonntag bei der offiziellen Präsentation der Mannschaft . Zudem gab er eine Einsatzgarantie für seine Jungs ab: "Ich verpreche, dass sie sich den Arsch aufreißen werden."

Rund 1500 Fans waren ins Stadion an der Prüfeninger Straße gekommen. Der SSV Jahn lebt auch nach dem überflüssigen Abstieg aus der Zweiten Fußball-Bundesliga. Den Wieder-Aufstieg wollten die Verantwortlichen aber nicht gleich wieder versprechen. Fußball-Boss Heinz Groenewold ("Wir werden eine gute Mannschaft formen") ließ sich da gar nicht aus der Reserve locken. "Super-Mario" meinte immerhin: "Vielleicht können wir am Ende der Saison ja etwas feiern. Aber wenn man sieht, was Augsburg einkauft. . ." Einen 19 Mann-starken Kader hat er mittlerweile für die Regionalliga-Saison beisammen. Nur einige wenige Etablierte wie der junge Oliver Fink aus Schlicht oder Stefan Binder sind geblieben. Basler hat viele Neue zu integrieren.

Däne Jensen kommt

Doppelten Grund zum Feiern hatte am Sonntag Lars Jensen: Der Däne wurde 29 Jahre alt und bekam als Geschenk die Zusage, nächstes Jahr im Jahn-Kader zu stehen. Er kommt von Holstein Kiel und ist im defensiven Mittelfeld einsetzbar.

"Nach zwei, drei weiteren Leuten" werden Groenewold und Basler aber trotzdem noch Ausschau halten. "Größere Namen" schweben Basler vor, Groenewold bremst. "Wir haben finanzielle Probleme." Nichts Besorgnis erregendes, aber nachdem in der Zweitliga-Saison noch drei Millionen Euro an Fernsehgeldern flossen, sind es in der Regionalliga nurmehr 200 000 Euro. Der Jahn-Etat liegt trotzdem noch bei 2,5 Millionen Euro.

Treffsicher wie immer

Basler selbst wird die Trainingseinheiten nicht mehr voll durchziehen, denn eines machte er am Sonntag klar: "Die Mannschaft braucht mich auf dem Platz nicht. Den Spieler Mario Basler wird es nicht mehr geben." Schade eigentlich, beim Torschusstraining am Sonntag hatte der Ex-Nationalspieler am besten getroffen.

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