24.02.2018 - 00:28 Uhr
Regensburg

Regensburger machen aus einem 0:3 noch ein 4:3 gegen Düsseldorf Die Jahnsinns-Aufholjagd

Nach einer Viertelstunde ist eigentlich schon alles vorbei, ehe es richtig begonnen hat. Doch dieser SSV Jahn kommt mit einer Wucht zurück, die es so ganz selten gibt.

Sensationeller SSV Jahn: Nach 0:3-Rückstand feiert Regensburg noch einen 4:3-Heimsieg über den Tabellenzweiten Fortuna Düsseldorf. In dieser Szene jubeln Torschütze Sargis Adamyan und Jonas Nietfeld über den Siegtreffer. Bild: Armin Weigel/dpa
von Josef Maier Kontakt Profil

Tor-Schwemme an der Donau und eine Aufholjagd, die so es im Profifußball selten gegeben hat: Der SSV Jahn Regensburg besiegte am Freitagabend Fortuna Düsseldorf nach 0:3-Rückstand noch mit 4:3 (2:3) und bewies einmal mehr, welche Mentalität in diesem Neuling steckt. "Ich bin total glücklich, Trainer einer Mannschaft zu sein, die so viel Moral hat", war Achim Beierlorzer total ergriffen. Marvin Knoll schüttelte immer und immer wieder den Kopf: "Ich kann es kaum fassen."

Eigentlich gab es keinen mehr im Stadion, der nach der fürchterlichen Anfangsviertelstunde noch an die Wende geglaubt hatte. Doch, da waren noch ein paar Leute - auf dem Platz. "Selbst nach diesem 0:3 wollten wir noch einmal alles raushauen", sagte Kapitän Marco Grüttner, der mit seinem 1:3 (37.) die nicht mehr für möglich gehaltene Wende eingeleitet hatte.

In der ersten Viertelstunde hatten die Fortunen die Jahn-Jungs durch die Arena gejagt. Angeführt vom starken Kapitän Oliver Fink. Der Vilsecker legte auch das erste Tor (3.) von Rouwen Hennings auf. Benito Raman (13.) und Takashi Usami (15.) schoben schnell zwei weitere Tore nach. "Wir spielen eine perfekte erste halbe Stunde", meinte Düsseldorfs Verteidiger Andre Hoffmann, "doch das, was danach kam, war unter aller Sau." Oder es war die Wiederauferstehung des Jahn. Eigentlich war es, so Trainer Beierlorzer, ganz einfach: "Ich habe die Jungs nochmal zusammengeholt und gesagt, sie sollten so spielen, wie wir uns das vorgenommen haben." Das machten sie auch - mit jeder Menge Herzblut und Kampfkraft. Grüttner, Jonas Nietfeld (40.), Marvin Knoll (60./Foulelfmeter) und Sargis Adamyan (65.) machten die Sensation mit ihren Toren vor knapp 11 000 Zuschauern perfekt. Die Jahn-Fans flippten aus und Marvin Knoll stand immer noch kopfschüttelnd da: "Ich kann es kaum fassen."

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.