16.01.2018 - 22:22 Uhr
RegensburgOberpfalz

58-Jähriger vor Gericht: Elf- und Achtjährige in Wohnung gezerrt Kleine Mädchen begrapscht und entkleidet

Als die Mädchen seinen Vorschlag ablehnten, zerrte er sie in seine Wohnung. Dort küsste, begrapschte und entkleidete der Mann die Geschwister. Seit Dienstag muss sich deswegen ein 58-jähriger Schweißer vor der Jugendschutzkammer des Landgerichts Regensburg verantworten. Die Staatsanwaltschaft legt ihm sexuelle Nötigung und sexuellen Missbrauch von Kindern und unerlaubten Besitz von Betäubungsmitteln zur Last. Der Mann sitzt seit seiner Festnahme in Untersuchungshaft.

von Autor AHSProfil

Laut Staatsanwaltschaft sind die zwei Mädchen im Alter von elf und acht Jahren im vergangenen April an der Bushaltestelle in der Theodor-Storm-Straße ausgestiegen. An der Haltestelle sprach sie der Angeklagte an. Fragte, ob die beiden mit in seine Wohnung kommen wollen. Die Mädchen lehnten ab. Daraufhin zerrte er sie in seine nahe gelegene Wohnung.

Dort begann er die Elfjährige zu küssen und oberhalb ihrer Kleidung - auch im Intimbereich - zu begrapschen. Er wurde immer zudringlicher. Dann zog der Angeklagte sie aus und setzte seine abartigen "Liebkosungen" fort. Gleiches widerfuhr der Achtjährigen. Als sie dem Mann erklärten, sie müssten zum Bus, ließ er von ihnen ab und begleitete sie zur Haltestelle - mit obszönen "Komplimenten".

Eine Sachbearbeiterin der Kripo berichtet, dass die Mädchen zu Hause sofort ihren Eltern davon erzählt hätten. Diese riefen die Polizei. Die Kinder konnten die Täterwohnung sehr präzise beschreiben, bald standen Beamte beim Angeklagten vor der Tür. Dahinter fanden sie 6,25 Gramm Crystal Speed, ein Alkoholtest ergab knapp zwei Promille. Am Tag nach der Festnahme behauptete der Angeklagte, dass er den Kindern nur erzählt habe, wie seine Wohnung aussieht, mehr nicht. Aber: Die ältere Schwester erinnerte sich noch genau an eine "Uhr mit einem Hund". Zudem stellte die Spurensicherung die Anwesenheit der Mädchen fest. Laut Ärzten kam es zu keiner Penetration.

Der Verteidiger bat um ein Rechtsgespräch. Bei einem Geständnis wurde dem Angeklagten eine Freiheitsstrafe zwischen vier Jahren und vier Jahren und neun Monaten in Aussicht gestellt. Der Verteidiger gab eine entsprechende Erklärung für seinen Mandanten ab. Der Prozess geht weiter.

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