20.03.2018 - 21:06 Uhr
Regensburg

600 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes streiken Arbeiten ruhen in Regensburg

Etwa 650 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes haben am Dienstag in Regensburg gestreikt. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hatte dazu aufgerufen, nachdem vergangene Woche die zweite Runde der Tarifverhandlungen in Potsdam zu keinem Ergebnis gekommen war. Sie fordert eine Lohnerhöhung von sechs Prozent.

Redner bei der Demonstration (von links): Norbert Flach (Verdi Bayern), Luise Weiß (Stadt Regensburg) und Alexander Gröbner (Verdi Oberpfalz). Bild: Graf
von Miriam GrafProfil

Dem Streikaufruf folgten vor allem Angestellte der Müllabfuhr und Straßenreinigung, aber auch viele Kinderbetreuerinnen: Von 289 Kinderbetreuerinnen legten 81 ihre Arbeit nieder (Stand: 12 Uhr). 22 Kindertageseinrichtungen waren geschlossen, in fünf Kitas war ein Notdienst eingerichtet. 27 Kinder wurden dort aufgenommen. "Es läuft sehr gut", sagte Eleonore Hartl-Grötsch vom Amt für Tagesbetreuung. "Ein eintägiger Streik ist verkraftbar", sagte Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer. Ein Notdienst wurde im Straßendienst eingerichtet, falls an Ampeln eine Störung auftreten sollte, und im Bestattungsamt. Die restlichen Arbeiten ruhen, so bleiben etwa die Mülltonnen stehen.

Kindergärtnerinnen, Straßenreiniger und Verwaltungsangestellte fordern sechs Prozent mehr Lohn, mindestens aber 200 Euro mehr. Azubis sollen 100 Euro im Monat mehr und eine Übernahmegarantie erhalten. Nachdem erneut kein zufriedenstellendes Angebot vorlag, hat die Gewerkschaft 2300 Tarifmitarbeiter in Regensburg zum Streik aufgerufen.

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