29.06.2017 - 21:20 Uhr
RegensburgOberpfalz

Bezirksräte beschließen Reihe von Fördermaßnahmen Versorgung verbessern

Flossenbürg. Seit rund zwei Jahren umsorgt ein Team des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Irchenrieth die Gäste des Museumscafés in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg (Kreis Neustadt/WN). Finanziert vom Bezirk Oberpfalz. Nun tagten die Mitglieder des Sozialhilfeausschusses des Bezirkstags im angegliederten Seminar- und Bildungshaus und informierten sich über die engagierte Arbeit der Menschen mit geistiger oder psychischer Behinderung.

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Bezirkstagspräsident Franz Löffler zeigte sich begeistert, wie "an dieser markanten Stelle Inklusion betrieben wird. Besser kann man's nicht machen." Dass nicht nur die Besucher der Gedenkstätte das Café besuchen, sondern auch Einheimische, betonte Flossenbürgs Bürgermeister Thomas Meiler: "Der gesamte Ort freut sich, dass wir HPZ-Personal hier haben." Auch die 14 Mitarbeiter: "Wir hätten nicht gedacht, dass es so gut läuft und wie Selbstbewusstsein und Selbstständigkeit unserer Mitarbeiter wachsen", erläuterte HPZ-Gruppenleiterin Natalie Grünwald .

Die Bezirksräte beschlossen eine Reihe von Fördermaßnahmen für soziale Dienste und Einrichtungen. Unter anderem sind dies:

Für die Modernisierung und Erweiterung um 21 Plätze des Heilpädagogischen Zentrums Irchenrieth bewilligten die Bezirksräte 378 000 Euro für die Jahre 2017 bis 2019. Auch die Mehrkosten für die Errichtung der Wäscherei werden mit weiteren 39 700 Euro bezuschusst.

Die Barmherzigen Brüder Reichenbach erhalten für den Bau des neuen Wohnheims für Menschen mit Autismus in Bernhardswald (Kreis Regensburg) insgesamt 399 100 Euro für die Jahre 2017 bis 2019, Der Aus- und Umbau der ehemaligen Schmiede des Klosters Waldsassen (Kreis Tirschenreuth) zu 14 Wohnplätzen für Menschen mit Behinderung wird ebenfalls gefördert (242 000 Euro für die Jahre 2017 und 2018).

Die Bezirksräte bewilligten je sechs ambulant betreute Plätze in einer Wohngemeinschaft für psychisch kranke Menschen in Auerbach (Dr. Loew Soziale Dienstleistungen) und in einer Forensische Wohngemeinschaft in Amberg (Sozialteam-Soziotherapeutische Einrichtungen für Nordbayern). In Regensburg können die Bayerische Gesellschaft für psychische Gesundheit, das Diakonische Werk und Dr. Loew Soziale Dienstleistungen je vier Wohngemeinschaftsplätze für psychisch kranke Menschen schaffen. Zudem gibt es zehn neue Plätze im Projekt "Soziale Landwirtschaft" auf der Straußenfarm Mitterhof in Waldsassen (Kreis Tirschenreuth). Die Bezirksräte stellten ferner den Bedarf von neun weiteren Wohnplätzen für Kinder mit Sehbehinderung am Blindeninstitut Regensburg fest.

Die schwierige bisherige Versorgungssituation für behinderte Kinder in der Region Auerbach wird durch eine neue Außenstelle der interdisziplinären Frühförderstelle in Sulzbach-Rosenberg verbessert.

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