02.01.2018 - 07:55 Uhr
RegensburgOberpfalz

Brand in St. Albertus Magnus Feuerwehr fährt Drehleiter in Kirche [Aktualisierung]

Das neue Jahr hat für die Feuerwehr in Regensburg am Neujahrstag mit einem spektakulären Einsatz in der Kirche St. Albertus Magnus begonnen. Um den Brand zu löschen, fuhr die Feuerwehr mit ihrer Drehleiter in die Kirche.

Die Berufsfeuerwehr Regensburg fuhr mit ihrer Drehleiter in die Kirche St. Albertus Magnus, um einen Schwelbrand an der Decke zu löschen.
von Elisabeth Saller Kontakt Profil

Um 19.15 Uhr meldete der Mesner, dass aus der Decke des Kirchenschiffs in etwa 12 Metern Höhe Rauch drang. Die Integrierte Leitstelle alarmierte den Löschzug der Berufsfeuerwehr und die Freiwilligen Feuerwehren Burgweinting und Oberisling. Bei Eintreffen der Kräfte hatte sich der Schwelbrand ausgebreitet.

Die Feuerwehrleute mussten die Decke öffnen. Dazu fuhren sie mit der Drehleiter in die 1963 eingeweihte Kirche im Kasernenviertel. Es war laut Bericht der Berufsfeuerwehr Zentimeterarbeit, das große Fahrzeug mit eingeklappten Spiegeln rückwärts durch das Portal in die Kirche zu fahren. "Der Fahrer, ein routinierter Kollege mit viel Gefühl für den Lkw, brachte das Fahrzeug ohne Beschädigung an Fahrzeug oder Inventar an die richtige Stelle", heißt es in der  Mitteilung. Nur der Christbaum, der vor der Kirchentür stand, musste gefällt werden.
Danach konnte ein Trupp mit Atemschutz vom Korb der Drehleiter aus acht Quadratmeter der Decke aufschneiden und das Feuer von unten ablöschen.

Außerdem bauten Einsatzkräfte außen am Kirchenschiff Leitern auf, um von dort aufs Blechdach zu gelangen, dieses aufzuschneiden und auch dort zu löschen. 

55 Einsatzkräfte waren neben Polizei und Rettungsdienst beteiligt. Auf der Wache der Berufsfeuerwehr waren dienstfreie Kräfte mit dem Löschzug Winzer der Freiwilligen Feuerwehr Regensburg zur Verstärkung in Bereitschaft, um bei weiteren Einsätzen sofort reagieren zu können. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand.

Pfarrer ist "heilfroh"

Pfarrer Sigmund Humbs sagte dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Dienstag auf Anfrage, er sei "heilfroh", dass der Mesner den Brand so frühzeitig entdeckt habe. Kurz nach dem Aussendungsgottesdienst der Sternsinger am Montagabend bemerkte der Mesner gegen 19.15 Uhr, dass von einer kleinen Stelle der Deckenverkleidung Rauch heraus drang. "Hätte er nicht schnell reagiert oder den Rauch nicht bemerkt hätte das unvorstellbare Ausmaße annehmen können und das ganze Dach oder die ganze Kirche zerstören können", sagte Pfarrer Humbs. Ausgelöst wurde der Brand durch schmorende Kabel der Deckenstrahler im Altarbereich.
Derzeit ist die Kirche für Reinigungs- und Aufräumarbeiten gesperrt, doch schon am Freitagabend will Pfarrer Humbs die Vorabendmesse zu Heilig Drei König wieder in der Kirche halten, sagte er. Bis das Dach aber wieder komplett instand gesetzt ist, wird es Monate dauern, habe ihm ein Gutachter bereits gesagt. Dazu müsse ein deckenhohes Gerüst im Kirchenraum aufgebaut werden und mehrere Monate stehenbleiben, bis alles wieder repariert sei. (epd)

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