Bundespolizei sucht nach Zeugen - Kabeltrommel ins Gleis gelegt
Alex fährt trotz Schnellbremsung in Hindernis

(Foto: Bundespolizei)
Vermischtes
Regensburg
14.12.2016
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Nur mit großem Glück gab es keine Verletze oder gar Tote bei einem gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr auf der Strecke Schwandorf - Regensburg. Bisher unbekannte Täter haben am Montag, 12. Dezember, in den frühen Morgenstunden eine leere Kabeltrommel auf das Bahngleis aufgelegt und dadurch eine Lokführerin und eine Zugführerin sowie 78 Fahrgäste in große Gefahr gebracht.

Auf der Strecke finden in einigen Bereichen seit mehreren Wochen Erdkabelarbeiten statt. Bedingt durch die Bauarbeiten lagerte deshalb neben anderen Gerätschaften auch eine leere Kabeltrommel neben der Bahnstrecke. Nach bisherigen Ermittlungen der Bundespolizei haben ein oder mehrere bisher unbekannte Täter diese Trommel in der Nähe der Bahnüberführung der B 16 beim Industriegebiet Haselbach auf das Gleis gelegt. "Da die Trommel gegen Wegrollen gesichert war, scheidet ein unbeabsichtigtes Rollen in die Gleise aus", berichtet Polizeisprecher Josef Pongratz.

Stopp nach 300 Metern

Gegen 5.25 Uhr befuhr der "Alex" von Schwandorf nach Regensburg diesen Streckenabschnitt. Im schwachen Signallicht erkannte die Lokführerin erst sehr spät das Hindernis. Trotz sofort eingeleiteter Schnellbremsung konnte sie den Zug nicht mehr rechtzeitig zum Stehen bringen. Die Lok schob die Trommel, die sich zwischen den Puffern verkeilte, vor sich her, ehe der Zug nach über 300 Metern zu stehen kam.

Nach ersten Schätzungen entstand ein Sachschaden von mehreren tausend Euro. Das Zugpersonal und die Reisenden kamen mit dem Schrecken davon. Die Gleise in Richtung Regensburg waren bis 7.14 Uhr gesperrt.

Die Regensburger Ermittler der Bundespolizei setzen jetzt auf die Auswertung der am Tatort aufgefundenen Spuren sowie auf Zeugenaussagen. Bereits mehrfach konnten bei ähnlich gelagerten Fällen Straftäter überführt werden. Sachdienliche Hinweise erbittet die Bundespolizei unter der Telefonnummer (0941) 59515-111 oder an bpolr.regensburg@polizei.bund.de .
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