Dem Laser sei Dank: Auf ein Gespräch mit Privatdozent Dr. med. Wolfgang Herrmann – Leiter des Augenlaserzentrums Regensburg
Klare Sicht ohne Brille

Scharf sehen – das möchte wohl jeder. Doch viele sind dafür ständig auf eine Brille oder Kontaktlinsen angewiesen. Eine Fehlsichtigkeit lässt sich aber mittlerweile auch mit einer Augenlaseroperation behandeln. „Prinzipiell stehen bei der Korrektur einer Fehlsichtigkeit verschiedene Laserverfahren zur Verfügung. Jeder Mensch benötigt, je nach Beschaffenheit der Augen und Art der Sehschwäche, eine individuell auf ihn zugeschnittene Behandlung.“ Privatdozent Dr. med. Wolfgang Herrmann macht deutlich: Der Lase (Foto: Dr. med. Wolfgang Herrmann)
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Regensburg
03.04.2018
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Augenlaserbehandlungen gehören mit weltweit mehr als 35 Millionen durchgeführten Eingriffen zu den erfolgreichsten in der Medizin. der Wunsch scharf sehen zu können ohne Brille und ohne Kontaktlinsen ist bei Menschen mit Fehlsichtigkeit groß, bedeutet dies doch ein enormes Plus an Lebensqualität. durch eine Augenlaseroperation lassen sich Sehfehler dauerhaft beseitigen: scharf sehen können dank eines Eingriffes, der nur wenige Minuten dauert. „Kurz vor dem Eingriff wird das Auge mit tropfen betäubt, sodass der Patient außer einem leichten Druckgefühl nichts von der Operation spürt. die Behandlung dauert rund zehn Minuten, der eigentliche Lasereinsatz nur wenige Sekunden. das Schöne ist, dass der Patient überhaupt nichts falsch machen kann. der Laser hat einen Eye-tracker, der jede noch so winzige Bewegung des Auges während der Behandlung registriert und den Laser nachführt.“

Nahezu alle Menschen mit Fehlsichtigkeit profitieren von einer Augenlaseroperation, denn diese ist in der Regel möglich bei einer Kurzsichtigkeit bis -10,0 Dioptrien, bei einer Weitsichtigkeit bis 3.0 Dioptrien sowie einer Hornhautverkrümmung von bis zu 5 Dioptrien. Eine Voraussetzung ist, dass die Fehlsichtigkeit seit zwei Jahren stabil ist. Falls die Fehlsichtigkeit zu hoch oder das Auge für eine Laseroperation nicht geeignet ist, kann in vielen Fällen die Fehlsichtigkeit durch das Einsetzen einer zusätzlichen Linse (Phake Linse) in das Auge korrigiert werden. Bei älteren Patienten, die zusätzlich eine Lesebrille benötigen, kann durch den Austausch der natürlichen Linse gegen eine Multifokallinse ein Leben ohne Brille ermöglicht werden. Als einziges Zentrum in der Oberpfalz setzt das Augenlaserzentrum Regensburg für die größtmögliche Präzision und Sicherheit bei diesem Eingriff einen Femtosekundenlaser ein.

„Da das Auge ein lebendes Organ ist, kann verständlicherweise eine Korrektur auf 0,0 Dioptrien nicht immer vorausgesagt werden. Etwa 3 bis 8 Prozent der Augen bilden während der Heilungsphase in geringem Umfang Gewebe nach. Die dadurch entstehende Restfehlsichtigkeit, die meist im Bereich von 0,5 bis 1 Dioptrie liegt, kann in der Regel nach einem halben Jahr nachkorrigiert werden. tendenziell kommt das eher bei Patienten mit höheren Ausgangswerten vor.“

Zur Person

Privatdozent Dr. med. Wolfgang Herrmann ist Leiter des Augenlaserzentrums Regensburg. Als Referent der „Kommission refraktive Chirurgie“ des Berufsverbands der Augenärzte und Mitautor des Lehrbuchs „refraktive Chirurgie“ leistet der Mediziner einen Beitrag zur Weiterbildung der Augenlaserspezialisten in Deutschland.
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