12.07.2017 - 16:13 Uhr
RegensburgOberpfalz

Falsche Polizeibeamte in Regensburg aktiv Unbekannte ergaunern Geld und Wertgegenstände

Derzeit sind falsche Polizeibeamte in der Oberpfalz aktiv. Allein in der Nacht auf Mittwoch sind bei der Polizei in Regensburg vier Fälle gemeldet worden. Dabei gelang es den bislang Unbekannten in zwei Fällen ihre Pläne umzusetzen. Sie ergaunerten Geld und Wertgegenstände.

Derzeit sind falsche Polizeibeamte per Telefon in der Oberpfalz aktiv.
von Alexander Unger Kontakt Profil

Unbekannte meldeten sich ab 23 Uhr per Telefon bei Regensburger Bürgern und gaben vor, Polizeibeamte zu sein. "Mindestens in zwei Fällen war im Telefondisplay als Rufnummer 0941110 zu sehen. Dies ist den Tätern durch das sogenannte Call-ID-Spoofing möglich", berichtet Polizeisprecher Dietmar Winterberg.

In zwei bekannten Fällen haben sich die Täter von einer Geschädigten einen hohen vierstelligen Eurobetrag aushändigen lassen. In einem weiteren Fall Bargeld und andere Wertgegenstände. Der Wert laut Polizei im niedrigen fünfstelligen Bereich. Dietmar Winterberg. "Dabei haben sie nach bekannter Weise ein Szenario aufgebaut um ihre Glaubwürdigkeit zu untermauern."

Die Kriminalpolizei Regenburg hat die Ermittlungen aufgenommen. Auf der Internetseite gibt die Polizei Verhaltenstipps für dies und ähnliche Fälle.

Tipps der Polizei

  • Lassen Sie Unbekannte vor Ihrer Wohnungstür: Sie sind grundsätzlich nicht verpflichtet, jemanden unangemeldet in Ihre Wohnung zu lassen.
  • Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel Polizisten, den Dienstausweis.
  • Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an, von der die angebliche Amtsperson kommt. Suchen Sie die Telefonnummer der Behörde selbst heraus oder lassen Sie sich diese durch die Telefonauskunft geben. Wichtig: Lassen Sie den Besucher währenddessen vor der abgesperrten Tür warten.
  • Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis.
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.

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