15.01.2018 - 12:36 Uhr
RegensburgOberpfalz

Feinstaubplakette für die Altstadt - 80 Euro Bußgeld drohen: Regensburg hat eine Umweltzone

In Regensburg gibt es nun eine Umweltzone. Dort dürfen nur noch Autos mit einer grünen Feinstaubplakette fahren und parken. Betroffen sind auch Anwohner, Pendler, Lieferverkehr sowie Handwerker. Auch Elektrofahrzeuge müssen innerhalb der Zone mit der grünen Plakette gekennzeichnet sein.

In Regensburg gibt es nun eine Umweltzone.
von Alexander Unger Kontakt Profil

Ziel der Umweltzone ist es laut Meldung der Stadt Regensburg, die Schadstoffbelastung zu senken. An einer Messstation beim Neuen Rathaus gab es immer wieder Überschreitungen der zulässigen Grenzwerte. Die Stadt Regensburg setzt zusätzlich auf weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität. Unter anderem soll möglichst viel Individualverkehr auf den ÖPNV verlagert werden, in der Busflotte der Regensburger Verkehrsbetriebe gibt es nur noch Fahrzeuge mit grüner Plakette und auf der Buslinie durch die Altstadt ist der Elektrobus "Emil" unterwegs.

Betroffen ist das Gebiet der Regensburger Altstadt zwischen dem Alleegürtel und der Donau. Wer unberechtigt in der Umweltzone unterwegs ist, begeht einen Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung. Ein Bußgeld (80 Euro) wird fällig. Polizei und Verkehrsüberwachungsdienst kontrollieren die Einhaltung. Außerhalb der Umweltzone stehen weiterhin öffentliche Parkplätze zur Verfügung.

Ausnahmen

Von den Regelungen ausgenommen sind:

  • mobile Maschinen und Geräte sowie Arbeitsmaschinen
  • land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen
  • zwei- und dreirädrige Kraftfahrzeuge (Mopeds, Roller und Motorräder)
  • Krankenwagen, Arztwagen mit entsprechender Kennzeichnung "Arzt Notfalleinsatz".
  • Kraftfahrzeuge, mit denen Personen fahren oder gefahren werden, die außergewöhnlich gehbehindert, hilflos oder blind sind und dies durch die nach der Schwerbehindertenausweisverordnung im Schwerbehindertenausweis eingetragenen Merkzeichen "aG", "H" oder "BI" nachweisen
  • Fahrzeuge, für die Sonderrechte in Anspruch genommen werden können (Polizei, Feuerwehr, Müllabfuhr, Straßenunterhalt)
  • Fahrzeuge nichtdeutscher Truppen von Nichtvertragsstaaten des Nordatlantikpaktes, die sich im Rahmen der militärischen Zusammenarbeit in Deutschland aufhalten, soweit sie für Fahrten aus dringenden militärischen Gründen genutzt werden
  • zivile Kraftfahrzeuge, die im Auftrag der Bundeswehr genutzt werden, soweit es sich um unaufschiebbare Fahrten zur Erfüllung hoheitlicher Aufgaben der Bundeswehr handelt
  • Oldtimer mit „H“- Kennzeichen oder dem roten „07“-Kennzeichen sowie Fahrzeuge, die in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union, einer anderen Vertragspartei des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder der Türkei zugelassen sind, wenn sie gleichwertige Anforderungen erfüllen oder der Türkei zugelassen sind, wenn sie gleichwertige Anforderungen erfüllen (Quelle: Stadt Regensburg)

 

 

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