Frau tot in Prostituierten-Wohnung in Regensburg gefunden [Aktualisierung: Obduktionsergebnis]
Kripo ermittelt wegen eines Gewaltverbrechens

In einem Haus in der Landshuter Straße in Regensburg fanden die Beamten in der Nacht auf Mittwoch die Leiche einer Prostituierten. (Foto: Dostal)
Vermischtes
Regensburg
30.08.2017
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Alarm in der Einsatzzentrale in Regensburg: Die Meldung, dass eine Frau tot in ihrer Wohnung  gefunden wurde, sorgt für einen Großeinsatz. Die Kripo Regensburg ermittelt mittlerweile wegen eines Gewaltverbrechens. Bislang gibt es keinen Tatverdächtigen. 

Am Mittwoch ging kurz nach 3 Uhr eine Mitteilung bei der Polizei ein, dass in einer Prostituierten-Wohnung eine Frau tot aufgefunden wurde. Bei dem Opfer handelt es sich um eine 33-jährige Frau mit rumänischer Staatsangehörigkeit, die nach ersten Erkenntnissen als Prostituierte gearbeitet hat. Eine rechtsmedizinische Untersuchung des Leichnams in Erlangen hat den gewaltsamen Tod der Frau bestätigt. "Die Kripo ermittelt wegen eines Gewaltverbrechens", bestätigt Polizeisprecher Albert Brück. "Details zu den Todesumständen können mit Blick auf laufende Ermittlungsverfahren nicht bekannt gegeben werden." Eine Ermittlungskommission mit rund 25 Beamten ist eingerichtet.

Noch in der Nacht begannen Ermittler des Fachkommissariates K1 zusammen mit Spezialisten der Spurensicherung und einem Rechtsmediziner mit Befragungen und Vernehmungen sowie einer umfangreichen Spurensicherung am Tatort. "Dazu wird im weiteren Verlauf auch ein 3-D-Scanner des Bayerischen Landeskriminalamtes eingesetzt.", berichtet Polizeisprecher Albert Brück. "Die Kripo Regensburg richtete noch am Mittwochvormittag eine Ermittlungsgruppe zur Aufklärung der Tat ein. "

Die Ermittler hoffen auch auf sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung. Relevant sind alle Wahrnehmungen am Dienstagabend bis in die Nachtstunden im Tatortumfeld. Passanten oder Anwohner, die Angaben zu Personen oder Fahrzeugen machen können, sollen sich mit der Kriminalpolizei Regensburg unter der Telefonnummer 0941/506-2888 oder mit einer anderen Polizeidienststellen in Verbindung zu setzen. Albert Brück: "Auch Wahrnehmungen, die persönlich als unwichtig eingestuft wurden, können wichtige Bausteine in der Ermittlungsarbeit darstellen. "

Mordserie in NürnbergIm Juni erschütterte eine Mordserie die Rotlicht-Szene in Nürnberg. Ein 21-Jähriger wurde wenige Tage nach der vierten Tat festgenommen  und gestand. Auch in Regensburg gibt es mehrere sogenannte Modellwohnungen. Dort gehen Frauen verschiedener Nationalitäten ihrem Gewerbe nach. In Nürnberg versuchte die Polizei mit Flugblättern, in mehreren Sprachen die Frauen auf mögliche Gefahren hinzuweisen. In Regensburg ist keine ähnliche Aktion geplant. Polizeisprecher Albert Brück: "So etwas macht in der Szene schnell die Runde." Die Frauen seien sensibilisiert für die Gefahr.
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