Haus der bayerischen Geschichte
Eröffnungstermin bleibt offen

Exponat: der Amberger Liedertisch. Bild: Stadtmuseum Amberg
Vermischtes
Regensburg
13.12.2016
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Das Museum der Bayerischen Geschichte am Regensburger Donaumarkt soll wie geplant 2018 eröffnet werden. Das bestätigte der Präsident des Hauses der bayerischen Geschichte, Richard Loibl, im Münchener Presseclub. Ein genauer Termin stehe allerdings noch nicht fest.

München. "Solche Termine soll man erst nennen, wenn man sie sicher weiß", sagte Loibl. Dazu müsse erst der Baufortschritt abgewartet werden. In jedem Fall soll die Eröffnung in die Feierlichkeiten zum 100. Jahrestag der Ausrufung des Freistaats Bayern integriert werden.

Loibl äußerte sich auch zur anhaltenden Kritik am Standort und der Architektur des Museums. "Man kann dem Gebäude viel nachsagen, aber gewiss nicht, dass es nicht bemüht ist, sich in die Stadtsilhouette einzufügen", betonte Loibl. Er hob hervor, dass das Museum niedriger sei als die es umgebende Bebauung.

Zudem ordne sich das Konzept des Hauses den musealen Bedürfnissen unter. "Das ist kein Selbstverwirklichungsbau eines Architekten", sagte Loibl. Er gab auch bekannt, dass als Exponat der berühmte "Löwenbräu-Löwe" vom Oktoberfest der 50er Jahre für das Museum habe gesichert werden könne. Er soll im Eingangsbereich des Museums zum Blickfang werden. Das Haus der bayerischen Geschichte gewährte auch erste Einblicke in das Konzept der Landesausstellung 2017 "Ritter, Bauern, Lutheraner" auf der Veste Coburg. Ausgehend vom Luther-Jahr 2017 will die Ausstellung nicht nur den dortigen Aufenthalt des Reformators Martin Luther im Jahr 1530 thematisieren, sondern vielmehr einen Blick in die Zeit vor 500 Jahren und die Auswirkungen der Reformation auf das Leben werfen. "Das wird keine Luther-Ausstellung im eigentlichen Sinn", erklärte Organisator Peter Wolf im Münchener Presseclub.

Nach dessen Worten war die Zeit der Reformation eine der "spannendsten Phasen der bayerischen Geschichte", mit der Landesausstellung könne diese an Originalschauplätzen nachgezeichnet werden. Ohne die Städte Coburg und Nürnberg wäre die Reformation anders verlaufen und ihre Ausbreitung nach Süddeutschland womöglich gestoppt worden, betonte Wolf. "Coburg war damals eine Relaisstation zwischen dem Norden und Süden." Beschrieben werden soll in der Ausstellung auch der Übergang zwischen Mittelalter und Neuzeit. Ein Exponat wird der Amberger Liedertisch sein, um den sich seinerzeit die protestantischen Ratsherren versammelten, um sich singend gegen die Durchsetzung der calvinistischen Lehre zu wehren.
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