08.05.2018 - 21:56 Uhr
RegensburgOberpfalz

Junger Mann soll 33-jährige Rumänin in Regensburg getötet haben - Festnahme September 2017 in ... Prostituierten-Mord ab Freitag vor Gericht

Weil er im August 2017 eine 33-jährige Rumänin getötet haben soll, muss sich ab Freitag ein 22-Jähriger vorm Landgericht Regensburg verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem abgelehnten Asylbewerber aus Mali Mord vor. Für den Prozess sind sieben Verhandlungstage angesetzt.

von Autor AHSProfil

Die Prostituierte war im vergangenen Sommer tot in ihrer Wohnung in der Landshuter Straße aufgefunden worden. Eine 25-köpfige Sonderkommission präsentierte bereits eine Woche später den nun Angeklagten als Täter. Der Mann war in Weiden festgenommen worden und hatte bereits ein Teilgeständnis abgelegt.

Unter anderem stützt sich die Anklage auf DNA-Spuren und eine Videoaufzeichnung der Tankstelle in der Nähe des Tatorts. Der Angeklagte war erst im März 2017 nach Deutschland eingereist und in der Erstaufnahmeeinrichtung in der Zeißstraße - nahe der Arbeitsstätte des Opfers - untergebracht. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er die Frau am Tattag gegen 22.30 Uhr aufsuchte, um ihre Dienste in Anspruch zu nehmen. Im Weggehen soll er ihr einen Handkantenschlag in den Nacken versetzt haben. Weil die Frau zu schreien begann, habe er ihr zunächst mit der Hand, dann mit einem Kissen den Mund zugehalten. Als sie verstummte, ließ er von ihr ab.

Als sie wieder zu schreien begann, würgte er sie für mindestens 30 bis 40 Sekunden. Anschließend deckte er ihr Gesicht mit einem Kissen ab. Die Obduktion ergab einen Bruch des Zungenbeins und einen Abbruch des linken Schildknorpelfortsatzes. Bevor er das Appartement verließ, nahm er noch 150 Euro und das Handy des Opfers an sich.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Tat geplant und der Tod der Frau in Kauf genommen war. Nach der Ablehnung seines Asylantrags war der Mann in eine Unterkunft in Neualbenreuth verlegt worden. Dort erfolgte dann die Festnahme des Mannes.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp