Mordprozess in Regensburg
Frau gequält und erschlagen

Ein 42 Jahre alter Mann muss sich wegen Mordes vor dem Landgericht in Regensburg verantworten. Er soll im Oktober 2016 seine Lebensgefährtin brutal erschlagen haben. Bild: Armin Weigel/dpa
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Regensburg
16.10.2017
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Mit einer mehrstündigen Verzögerung hat in Regensburg der Mordprozess gegen einen Mann begonnen, der seine Lebensgefährtin auf grausame Weise gequält haben soll. Die Frau starb nach dem Martyrium.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, die 43-Jährige mehr als fünf Stunden lang mit Fäusten und Füßen traktiert zu haben, vor allem gegen den Kopf. Der Mann wurde noch am Fundort der Leiche in einem Haus in Regensburg festgenommen. Vor dem Landgericht machte der 42-Jährige am Montag zum Vorwurf keine Angaben.

Zwei als Zeugen geladene Polizisten sagten aus, die Leiche im Flur des Hauses entdeckt zu haben. Ein Blutspur habe in den Keller geführt. Der Mann sei angetrunken gewesen und habe die Beamten beschimpft. Seinen Angaben nach sei es im Keller zum Streit zwischen ihm und seiner Lebensgefährtin gekommen. Sie sei daraufhin nach oben gegangen, wo er sie leblos gefunden habe. Er habe dann selbst den Notruf getätigt und die Frau zu reanimieren versucht. Der Notarzt konnte der Frau nicht mehr helfen.

Laut Anklagebehörde habe der Mann verhindern wollen, dass die Frau mit einem anderen Partner ein neues Leben beginnt. Er habe seiner Partnerin bewusst "über das für eine Tötung erforderliche Maß hinausgehende Schmerzen und Qualen" zugefügt, um sie zu demütigen und zu entstellen. Für den Prozess sind fünf weitere Verhandlungstermine geplant.
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