07.12.2017 - 21:38 Uhr
RegensburgOberpfalz

Regensburg nimmt Buslinien in betrieb: Im Expresstempo zur Arbeit

Der Weg zur Arbeit macht in Regensburg häufig keinen Spaß - doch die Stadt arbeitet daran. Vergangene Woche ging das neue Parkleitsystem in Betrieb, kommende Woche wird auch der ÖPNV gestärkt: Am 11. Dezember gehen vier Expressbuslinien mit weniger Haltestellen in Betrieb.

von Miriam GrafProfil

"Wir möchten vor allem Pendler mit den Expresslinien ansprechen, den Arbeitsweg verkürzen und so neue Kunden für den ÖPNV gewinnen", sagte Geschäftsführer Manfred Koller in einer Pressekonferenz am Betriebshof der Regensburger Verkehrsbetriebe (RVB) am Mittwoch. "Wir holen Pendler an den Bahnhöfen ab. Mit unseren neuen Expressbussen, die zu den Stoßzeiten fahren und weniger Haltestelle bedienen, können wir eine Zeitersparnis bieten." Diese Busse werden mit dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember eingeführt.

Drei der Expressbuslinien bestehen sowieso schon, sie erhalten nun lediglich einen neuen Namen: Die Schulbuslinie 1 A wird die X 1, die S 6 zum Klinikum wird die X 6 und die Linie 79 zu BMW heißt dann X 9. Ganz neu hingegen ist die Linie X 4, die vom BMW-Werk über den Bahnhof Burgweinting, das Universitätsklinikum Regensburg (UKR) und dann über Universität und Ostbayerische Technische Hochschule (OTH) zum Hauptbahnhof/Albertstraße fährt. "Diese Linie stellt vor allem für Pendler aus Straubing, Plattling und Landshut, die zum Klinikum oder zur Uni wollen, eine große Verbesserung da", so Koller. Diese müssen nicht länger am Bahnhof umsteigen. Der Weg von Harting zum Klinikum verkürze sich so um 24 Minuten, von Straubing aus um 15 Minuten. Auch die Neutraublinger profitierten, denn ihre Buslinien werden an der Friedrich-Viehbacher-Allee an diese angeschlossen, betonte Kai Müller-Eberstein, Geschäftsführer des Regensburger Verkehrsverbunds (RVV).

So entstehe eine Tangente im Stadtsüden, die Kunden und Betriebe immer wieder gefordert hätten. Der Bahnhof werde jedoch weiterhin angefahren, sagte Frank Steinwede, RVB-Betriebsleiter. "Denn dort steigen am meisten zu. Wir testen die neue Tangente jetzt ein Jahr lang. Wenn sie gut angenommen wird, ist eine ähnliche Tangente im Norden und Osten denkbar."

Park & Ride einbezogen

Der Fahrplan der X 4 wurde mit den Schichtwechselzeiten am Klinikum und den Ankunftszeiten der Züge in Burgweinting abgestimmt. Doch auch Autofahrer soll der ÖPNV reizen: Der Expressbus fährt den Park & Ride-Parkplatz an der Continental-Arena an. Pro Stunde fahren von dort nun sechs statt drei Busse. "Vor allem, wenn der Ausbau der Autobahn A 3 beginnt, kann es für viele Pendler von Vorteil sein, auf den ÖPNV umzusteigen", sagte SPD-Stadtrat Thomas Burger.

Die Kosten für die neue Linie liegen laut RVB-Geschäftsführer Olaf Hermes, bei 300 000 Euro. Neues Personal werde nicht benötigt, sagte Pressesprecher Martin Gottschalk. "Steinwede appellierte: Nutzen Sie die RVV-App." Etwa schon im Zug. Auch ohne Ahnung vom Fahrplan komme man so von A nach B.

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