Regensburger Wissenschaftsnacht ermöglicht Einblicke hinter sonst verschlossene Türen
Roboter und intelligente Zahnbürsten

Das Programm von "Nacht.schafft.Wissen." stellen (von links) Infineon-Betriebsleiter Erwin Hammerl, Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer und Stadtmarketing-Geschäftsführer Michael Quast samt Maskottchen "Inno-Man" vor. Bild: gib
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Regensburg
20.04.2017
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Die Veranstaltung hat sich als feste Größe etabliert: Am Freitag, 28. April, wird die Aktion "Nacht.schafft.Wissen." Tausende Besucher in Unternehmen und Hochschulen der Stadt locken. Sie erhalten Einblicke in die moderne Herstellung von Mikrochips, Medikamenten und Bier. "Wir wollen zeigen, was Regensburg an Innovationspotenzial und an spannenden Unternehmen zu bieten hat", sagte Organisator Michael Quast vom Stadtmarketing bei der Programmvorstellung. An elf Standorten können die Besucher von 18 bis 24 Uhr hinter die Kulissen von Laboren und Forschungseinrichtungen blicken. Neben den drei "Global Playern" und Sponsoren - BMW, Continental und Infineon - öffnen auch kleinere Unternehmen sowie die Ostbayerische Technische Hochschule (OTH) Regensburg ihre Pforten.

Der Arzneimittelhersteller Aenova etwa präsentiert, wie Medikamente für die Krebsbehandlung in Reinräumen produziert werden. Die Brauerei Bischofshof öffnet ihr Sudhaus und bietet eine Geschmacksreise mit Bier und Schokolade an. Beim städtischen Energieversorger Rewag können Besucher beobachten, wie die Mitarbeiter in der Netzleitstelle rund um die Uhr die Wasser-, Strom- und Gasversorgung im Blick haben und auf Störungen sofort reagieren. Roboter, 3-D-Scans, fliegende Sensoren und intelligente Zahnbürsten gibt es an der OTH Regensburg zu entdecken. Bei Laborführungen und Experimenten präsentieren Studenten und Professoren den neuesten Stand der Forschung.

Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer ist Fan der Wissenschaftsnacht. "Viele wissen gar nicht, in was alles Technik steckt, die in Regensburg produziert wird", sagt sie. "Die meisten tragen einen Infineon-Chip in ihrer Tasche, wissen es aber nicht", bestätigt Infineon-Betriebsleiter Erwin Hammerl. Die Mikrochips stecken unter anderem in Smartphones und Autos. Hergestellt werden die Mikrochips in Reinräumen. Ihre Struktur ist 1000-Mal kleiner als ein Haar, erklärte Hammerl. "Wenn ein Stück Staub rauffällt, muss man den Chip wegwerfen." Deshalb kommt bei der Herstellung auch nur Reinwasser zur Anwendung. Quast freut sich, dass die Wissenschaftsnacht, die in diesem Jahr zum vierten Mal stattfindet, auf reges Interesse stößt. "Wir waren selbst verblüfft, wie schnell die Veranstaltungen weggebucht wurden."

Für einen Teil der Angebote mit begrenzter Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung nötig. Es gebe aber auch offene Programmpunkte, betonte Quast. An diesem Freitag werden wegen der hohen Nachfrage außerdem neue Plätze auf dem Buchungsportal freigeschaltet. Quast rechnet mit 10 000 bis 12 000 Besuchern. Mit zwei "Wissenschaftslinien" können diese bequem per Bus zu den Veranstaltungsorten fahren.

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Anmeldung und Informationen:

www.nacht-schafft-wissen.de.
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