26.10.2017 - 22:06 Uhr
RegensburgOberpfalz

Spatenstich für Hochwasserschutz in Regensburg Schutz vor den Fluten

Hochwasser in Regensburg. Nicht selten mehrmals pro Jahr treten in der Welterbestadt Donau und Regen über die Ufer. Bauprojekte sollen das Wasser in geordnete Bahnen lenken.

"Der Freistaat lässt beim Ausbau des Hochwasserschutzes nicht nach", versicherte die bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf beim Spatenstich für das neue Projekt in Regensburg. Bild: Miriam Graf
von Miriam GrafProfil

Mit dem Spatenstich am Donnerstag haben die Bauarbeiten am Abschnitt "Steinweg" des Hochwasserschutzes Regensburg offiziell begonnen. Der Abschnitt umfasst das westliche Regenufer bis zur Mündung und den Donaukanal von der Spitze bis zur Autobahnbrücke Pfaffenstein. An der Regenmündung soll zudem statt des Busparkplatzes ein attraktiver Platz mit Aussicht entstehen. Ein Radweg soll schnelleren Anschluss an die Altstadt verschaffen.

Kosten: 7 Millionen

Die bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf erläuterte beim Spatenstich die Notwendigkeit der Maßnahme: "Mit dem Bauabschnitt Steinweg schützen wir künftig 110 Betriebe, 800 Arbeitsplätze und 1200 Menschen vor den Fluten von Donau und Regen", sagte sie. Die Kosten dafür liegen bei 7 Millionen Euro, die von Stadt, Freistaat und der EU getragen werden. 18 Monate sind für die Bauzeit geplant. Die Planungen dauerten lange, die Anwohner wurden mit einbezogen. Eine Schwierigkeit war die Eingliederung des Sportvereins SG Walhalla. Nun werden die Rasenplätze des Sportvereins als Rückhaltewiesen für das Wasser dienen, das neue Vereinsheim ist bereits als Teil des Hochwasserschutzes gebaut worden.

"Jeder Euro gut angelegt"

Die Baufirmen Max Bögl aus Neumarkt und Neulinger Bau aus Hofkirchen setzen die Planungen in die Tat um. Der Abschnitt Steinweg ist Teil des Hochwasserschutzes Regensburg. In insgesamt 18 Bauabschnitten werden 100 Millionen Euro investiert. "Das ist viel Geld, aber jeder Euro ist gut angelegt in die Sicherheit der Bürger." Die Abschnitte Schwabelweis und Reinhausen wurden bereits fertiggestellt.

Noch in diesem Jahr will der Planungsausschuss der Stadt den Hochwasserschutz an der Insel Unterer Wöhrd auf den Weg bringen. Dieser Abschnitt wird deutlich teurer werden als der nun begonnene: Der Untere Wöhrd ist Teil des UNESCO-Welterbes, zudem eine Insel und hat einen durchlässigen Untergrund. Deswegen wird mit 30 Millionen Euro an Kosten gerechnet. Ministerin Scharf wies darauf hin, dass damit ein Schadenspotenzial von 60 Millionen Euro vermieden werden könnte.

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