29.08.2017 - 22:03 Uhr
RegensburgOberpfalz

Suchaktion in Regensburg [Aktualisierung] 17-Jähriger in Donau gefallen

Ein Hubschrauber ist am Dienstagabend bei Regensburg über der Donau gekreist. Polizei und Rettungskräfte suchten einen 17-Jährigen, der gegen 21.30 Uhr in den Fluss gefallen war. Die Polizei musste zudem Bruder und Freund des 17-Jährigen vom lebensgefährlichen Sprung in die Donau abhalten. Die Suche wurde in der Nacht abgebrochen und am Mittwochmorgen fortgesetzt.

Foto: Polizei Oberpfalz
von Dominik Konrad Kontakt Profil

Ein Anwohner der Wöhrdstraße hatte der Polizei gegen 21.30 Uhr mitgeteilt, dass am rechten Donauufer eine größere Gruppe mit Handys und Taschenlampen das Ufer absuche. Er vermutete, dass jemand ins Wasser gefallen sei. Laut Polizeisprecher Helmut Träg informierte die Polizei sofort Feuerwehr, Wasserwacht und DLRG und schickte eine Streife.

Die Beamten trafen auf eine Gruppe Jugendlicher. Diese berichteten, dass ein 17-Jähriger womöglich aus Unachtsamkeit in der Nähe der Steinernen Brücke ins Wasser gefallen sei. Laut Angabe eines weiteren Zeugen trieb der Jugendliche nur wenige Meter vom Ufer entfernt, ging dann aber unter. Dass Leuchten seines Handys wäre noch bis etwa zehn Meter flussaufwärts des Museumsschiffes „Freudenau“ zu sehen gewesen.

Suche um Mitternacht unterbrochen

Zehn Polizeistreifen, ein Rettungshubschrauber, 80 Mann der Berufsfeuerwehr, Wasserwacht und DLRG suchten den 17-Jährigen. Doch nicht einmal die Besatzung eines Polizeihubschraubers konnte ihn mit ihrer Wärmebildkamera finden. Die Suche musste gegen Mitternacht ergebnislos eingestellt werden, wurde aber in den Morgenstunden wieder aufgenommen. Einsatzkräfte suchen den Donau-Südarm ab. Sie konzentrieren sich auf den Uferbereich. Laut Polizeihauptmeister Markus Reitmeier ist ein Polizeiboot im Einsatz. Ein Hubschrauber wird gegen Mittag erneut das Gebiet abfliegen.

Polizei unterbindet lebensgefährlichen Rettungsversuch

Während der Suche am Abend kam es zu einem Tumult am Donauufer. Der Bruder und ein Freund des Verunglückten hatten sich ausgezogen und wollten aufgebracht in die reißende Donau springen, um nach dem 17-Jährigen zu suchen. Die Polizei konnte den lebensgefährlichen Rettungsversuch verhindern. Bruder und Freund wurden in Gewahrsam genommen.

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