27.02.2017 - 20:00 Uhr
RegensburgOberpfalz

Totschlagprozess: Anwalt schildert Familienprobleme Ehe voller Krisen

Im Prozess gegen einen Kranführer (46) wegen Totschlags vor dem Landgericht Regensburg hat Verteidiger Michael Haizmann erstmals eine ausführliche Erklärung zu den Hintergründen der Tat für seinen Mandanten abgegeben. Bereits zu Prozessauftakt hatte der Ehemann der Getöteten gestanden, die Mutter seiner Kinder im Schlafzimmer im Streit erdrosselt zu haben.

von Autor AHSProfil

Der aus Albanien stammende Angeklagte habe seine spätere Ehefrau vor etwa 24 Jahren auf der Maidult kennen gelernt. Es wurde schnell eine Beziehung daraus, gegen die sich ihre Eltern mit aller Macht gestemmt hätten. "Sie versuchten alles um die Beziehung zu beenden. Sie schickten ihm sogar die Polizei ins Haus und beauftragten einen Anwalt". Doch ohne Erfolg. Als sie 17 Jahre alt war, beendete demnach sie die heimlichen Treffen und zog zu ihm. 2004 heiratete sie den Angeklagten und brachte später zwei Kinder zur Welt. Doch dann habe es eine Krise nach der anderen gegeben.

Am Abend vor der Tat habe sich die Diskussion der Eheleute wieder einmal um die viel zu hohe Miete gedreht. Deshalb habe der Angeklagte vorgeschlagen, sie solle mit den Kindern zu ihren Eltern ziehen und er würde sich eine billigere Wohnung nehmen. Doch sie wollte laut Aussage nichts davon hören, sondern forderte zunächst auf dem Balkon und später im Schlafzimmer Sex von ihm. Daraufhin habe es später ein Gerangel gegeben, das tödlich endete.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp