Wiederaufnahmeantrag vor Gericht scheitert
Kein neues Verfahren für Gsells Ex-Freund

Tatjana Gsells Jugendfreund kann sich jetzt noch an das Oberlandesgericht Nürnberg wenden. Bild: dpa
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Regensburg
23.12.2016
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Regensburg/Nürnberg. 13 Jahre nach dem gewaltsamen Tod des Nürnberger Schönheitschirurgen Franz Gsell kann sich der frühere Jugendfreund seiner Witwe Tatjana kaum noch Hoffnungen auf ein Wiederaufnahmeverfahren machen. Das Landgericht Regensburg lehnte am Donnerstag einen entsprechenden Antrag des Ex-Staatsanwaltes ab, der mit der Verurteilung auch seinen Beamtenstatus verloren hatte. Die Kammer ließ aber die Möglichkeit einer Beschwerde beim Oberlandesgericht Nürnberg zu. Das jüngste Urteil ist damit noch nicht rechtskräftig.

Der Fall sorgt seit Jahren für Schlagzeilen. 2003 hatten Räuber den Promi-Arzt Franz Gsell (76) in seiner Nürnberger Villa so schwer verletzt, dass er starb. Zunächst hieß es, seine fast 45 Jahre jüngere Frau und deren Jugendfreund hätten Gsell Autoschieber auf den Hals gehetzt. Gsell und ihr Ex-Freund wurden 2004 wegen Versicherungsbetrugs und Vortäuschens einer Straftat zu Bewährungsstrafen verurteilt. Als die Räuber 2014 ermittelt wurden, widerriefen sie ihre Geständnisse. Das Landgericht Regensburg begründete seine Entscheidung von Donnerstag damit, dass es sehr unwahrscheinlich sei, dass Richter den Fall anders beurteilten als das Landgericht Nürnberg im Berufungsverfahren 2005.
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