15.09.2017 - 20:54 Uhr
RegensburgOberpfalz

Bankenabend blickt auf vielfältige Aufgaben der Bundesbank seit 60 Jahren zurück Gold, Bargeld und Währungsstabilität

Die Bundesbank sorgt für die Existenz von Bargeld. Nun feierte die bayerische Verwaltung der Bank am Mittwochabend ihr 60-jähriges Bestehen. Auch Sozialministerin Emilia Müller nahm an dem Jubiläum teil, das unter dem Motto "60 Jahre Bundesbank: Auch künftig der stabilen Währung verpflichtet" stand.

Vertreter der Bundesbank und der Politik feiern gemeinsam das Jubiläum (von links): Franz Josef Benedikt, Präsident der Bundesbank in Bayern, Staatsministerin Emilia Müller, Landtagsabgeordneter Franz Rieger, Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer und Reinhard Pfaffel, Leiter der Bundesbank-Filiale Regensburg. Bild: mlu
von Miriam GrafProfil

"Die Bundesbank ist die strenge Hüterin unserer Währung", erklärte Müller. Außerdem überwache sie Kreditinstitute und Finanzdienstleister. "Nicht alle Deutschen glauben an Gott, aber alle Deutschen glauben an die Bundesbank", soll Jacques Delors, ehemaliger Finanzminister Frankreichs und Ex-Präsident der europäischen Kommission der EU, gesagt haben. Franz Josef Benedikt, Präsident der Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank in Bayern, sprach von "einer großen Rückendeckung der Bundesbank in der Gesellschaft". Gegründet wurde sie 1957, ihr Erfolg sei gesetzlichen Grundlagen geschuldet: der Verpflichtung zur Preisstabilität und der Unabhängigkeit von politischen Weisungen.

Nostalgisch blickte Benedikt auf die Aufgaben bei der innerdeutschen Währungsunion zurück, blickte aber auch in die Zukunft. Eine wichtige Frage sei, wie man aus der "ultralockeren" Geldpolitik wieder herauskäme. Er resümierte: "Die Niedrigzinspolitik der letzten Jahre war gerechtfertigt." Den Ankauf von Staatsanleihen "sehen wir kritisch", fuhr er fort.

Richtlinien der Forward Guidance, in denen die europäische Zentralbank ihre künftige Geldpolitik den Märkten mitteilt, besagen deshalb: "Zunächst kommt es zu einem Abbau der Staatsanleihenkäufe, erst dann wird man über Zinserhöhungen nachdenken."

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