Bayernhafen-Gruppe investiert in den Containerverkehr
Regensburger Hafen: Umschlag geht zurück

Verkehrsknotenpunkt für Schiff, Bahn und Lastwagen ist der Regensburger Bayernhafen. Bild: hfz
Wirtschaft
Regensburg
16.03.2017
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Der Regensburger Hafen verknüpft die drei Verkehrsträger Schiff, Bahn und Lastwagen. 2016 ging der Umschlag um knapp acht Prozent auf 7,39 Millionen Tonnen zurück. Beim Containerverkehr boomt das Geschäft. Per Schiff wurden im vergangenen Jahr 1,35 Millionen Tonnen umgeschlagen, 18 Prozent weniger als 2015. Den Rückgang führt Dieter Haack, Niederlassungsleiter der Bayernhafen-Gruppe in Regensburg, unter anderem darauf zurück, dass weniger Mineralöl und Steinkohle per Schiff transportiert wurden.

Den größten Anteil am Schiffsgüterumschlag machen landwirtschaftliche Erzeugnisse sowie Nahrungs- und Futtermittel aus. Von Regensburg wird Getreide per Binnenschiff zu den Häfen an der Nordsee und von dort in die ganze Welt transportiert. Auch für den Transport von Industriegütern wie Anlagen und Maschinen sei das Binnenschiff ideal, betonte Haack beim Jahrespressegespräch. "Mit seinen Umschlagmöglichkeiten für große und schwere Güter ist der Bayernhafen Regensburg ein wichtiger Standortfaktor für die Industrie." Der Transport per Bahn ging um knapp 14 Prozent auf 1,71 Millionen Tonnen zurück, vor allem bedingt durch die Einstellung der "Rollenden Landstraße" von Regensburg nach Trient im Juni 2016.

Weiterhin auf einem hohen Niveau ist der Containerumschlag im Bayernhafen Regensburg. Die Kapazitätsgrenze ist hier erreicht, weshalb das entsprechende Terminal erweitert wird. Per Containerzug ist der Bayernhafen täglich mit den Nordseehäfen Hamburg und Bremerhaven verbunden. Lkw sorgen für die regionale Verteilung. Der Lkw-Umschlag ging mit 4,33 Millionen Tonnen lediglich um ein Prozent zurück.

Die Bayernhafen-Gruppe investierte 2016 rund acht Millionen Euro in den Standort Regensburg, insbesondere in die Vorbereitung und Erweiterung von Ansiedlungsflächen und in die Hafeninfrastruktur. Für 2017 plant die Bayernhafen-Gruppe an ihren sechs Standorten in Aschaffenburg, Bamberg, Nürnberg, Roth, Regensburg und Passau, Investitionen in Höhe von insgesamt 30 Millionen Euro anzustoßen. Dazu gehören über mehrere Jahre laufende Optimierungsmaßnahmen an der schienen- und wasserbezogenen Infrastruktur. Bayernhafen beschäftigt in Regensburg 45 Mitarbeiter, in den am Hafen angesiedelten Unternehmen sind 1800 Menschen beschäftigt. Eine im vergangenen Jahr erstellte Studie der Gruppe ergab, dass über 7500 Arbeitsplätze in der Region vom Bayernhafen Regensburg abhängen.
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