19.11.2017 - 21:16 Uhr
RegensburgOberpfalz

Regionales Forum der IHK "An der E-Mobilität kommt niemand vorbei"

"Die Elektromobilität ist ein Zukunftsfeld im Verkehr. Die Herausforderung besteht darin, Strukturen und Technologien zu vernetzen, innovative Konzepte zu entwickeln und in die Praxis zu übertragen": Zu diesem Ergebnis kam der Infotag "E-Mobilität in der Region", bei dem in der IHK 60 Fachleute von Kommunen, Unternehmen, Verwaltung und Forschung diskutierten. Nicht nur die Infrastruktur, sondern auch die E-Fahrzeuge nehmen in der Region zu: Zum 1. Januar waren 648 E-Autos und 1935 Hybride im IHK-Bezirk zugelassen. Bei den E-Autos entspricht das einer Erhöhung um 136,5 Prozent gegenüber 2015.

Sie diskutierten über E-Mobilität: Werner Beck, Annette Schwabenhaus, Matthias Rösch, Dr. Rolf Pfeiffer und Rudolf Gruber (von links). Bild: IHK
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E-Fahrzeuge wirtschaftlich

"An der E-Mobilität kommt niemand vorbei. Sie wird eine Schlüsselrolle für Wachstum und Wohlstand spielen", sagte Rolf Pfeiffer (Amberg), Vizepräsident der IHK. Er begrüßt es, dass in der Region gerade in den letzten Monaten zahlreiche Initiativen Fahrt aufgenommen hätten. Über die Verbreitung von Lade-Säulen und technische Kompetenzen in Ostbayern bei der E-Mobilität informierte IHK-Fachmann Werner Beck.

E-Mobilitätsberaterin Annette Schwabenhaus stellte fest: "Wenn Kommunen E-Mobilität planen, ist der eigene Fuhrpark ein wichtiges Thema." Für die meisten Einsätze in den Städten und Gemeinden gebe es bereits E-Fahrzeuge, die diese wirtschaftlich betreiben könnten.

Die Lade-Infrastruktur sollte den Bedürfnissen angepasst werden. Wie in den Städten und Landkreisen die E-Mobilität ankommt und welche Projekte es gibt, darüber berichteten Rudolf Gruber vom Umweltamt der Stadt Regensburg, Joachim Scheid vom Zentrum für Erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit in Ensdorf sowie Matthias Rösch vom Energie-Technologischen Zentrum Nordoberpfalz. "Die Elektromobilität ist eine Technologie, die sich mit einer hohen Dynamik weiterentwickelt", beobachtet IHK-Mann Beck. Ständig gebe es neue Fahrzeugmodelle, Lade-Konzepte und Batterie-Innovationen. "Die Lade-Infrastruktur ist Voraussetzung, dass dieses System funktioniert." Seit Jahren schon drehe sich die Diskussion im Kreis: "Wir kaufen kein Elektrofahrzeug, weil es nicht genügend Lade-Säulen gibt", sagten die Autofahrer. "Wir bauen keine Lade-Säulen, weil nicht genügend E-Autos gekauft werden", erwiderten die Kommunen.

Bedarfsorientierte Planung

Dabei könnte es so einfach sein, weiß Dr. Guido Weißmann: "Erst wenn die Lade-Infrastruktur stimmt, werden die Autos gekauft", erklärte der Diplom-Physiker von der Kompetenzstelle Elektromobilität der Bayern Innovativ GmbH in Nürnberg. Es zeige sich die Trendwende vom "organischen Wachstum" zur "bedarfsorientierten Planung". Nicht jede Lade-Säule sei technisch gut ausgelegt und nicht jeder Standort sei sinnvoll.

Wie Elektromobilität in der Praxis umgesetzt werden kann, stellte Rudolf Gruber, Leiter des Umweltamts der Stadt Regensburg, vor. Der städtische Energieversorger Rewag hat bisher 42 Lade-Säulen in Stadt und Land eingerichtet. 20 Prozent der städtischen Autoflotte sind E- oder Hybrid-Wagen. Auf der Altstadtbuslinie verkehren fünf E-Busse, es gibt das E-Carsharing-Projekt "Hey Earl".

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