27.11.2017 - 20:10 Uhr
RegensburgOberpfalz

"Tibia"-Entwickler arbeiten an Panzer-Spiel Spielen in neuer Liga

Mit "Panzer League" (Panzer-Liga) bringen die Regensburger Spiele-Entwickler von Cipsoft erstmals ein Spiel auf den Markt, dass sich an wettbewerbsorientierte Smartphone-Spieler wendet. Das junge Unternehmen stellt sich damit breiter auf.

Mit dem neuen Spiel "Panzer-League" wollen die Regensburger Entwickler von Cipsoft in den wachsenden Smartphone-Markt vordringen. Bild: exb
von Dominik Konrad Kontakt Profil

Cipsoft bricht so mit der bisher erfolgreichen Tradition, sich ausschließlich auf die Fortentwicklung des Mittelalter-Onlinespiels "Tibia" zu konzentrieren.

Das Unternehmen mit seinen 90 Mitarbeitern und rund 10 Millionen Euro Umsatz im Jahr ist in den vergangenen 20 Jahren durch "Tibia" stetig gewachsen. Die vier Studenten Stephan Vogler, Ulrich Schlott, Stephan Payer und Guido Lübke entwickelten und bauten die Online-Welt neben dem Studium und machten ihr Hobby danach zum Beruf.

Andere Zielgruppe

Erstmals in der 20-jährigen Geschichte bringt das erfolgreichste Spiele-Unternehmen der Oberpfalz nun etwas Neues auf den Markt. Dabei haben die Entwickler auch eine andere Zielgruppe im Blick. Spieler von Tibia schätzten bisher eher die Möglichkeit, neue Welten zu erkunden und online mit anderen Spielern in Kontakt zu treten.

Panzer-League soll wettbewerbsorientierte Spieler ansprechen. Cipsoft setzt dafür auf das Smartphone. "Der Markt entwickelt sich stark", sagt Manuel Roth, leitender Produktmanager des neuen Spiels. Auf dem Handy werde bisher eher zum Zeitvertreib gespielt. Ausgefeilte Spiele für den Wettkampf fehlten bisher. "Wir stoßen da rein", sagt der 34-Jährige. In einer virtuellen Kampfarena treffen in Panzer-League zwei Teams zu je vier Spielern aufeinander. Jeder Spieler steuert einen Panzer. Die Spieler versuchen in Teamarbeit, die Panzer der Gegner auszuschalten. Insgesamt wird es 18 verschiedene Modelle mit teilweise erheblich unterschiedlichen Eigenschaften geben.

Märkte in Südostasien

"Ich muss alle 18 Panzer sehr gut kennen", sagt Roth. "Steuerung und Reflexe müssen exzessiv geübt werden. Wer nur fünf Minuten spielen will, wird nicht viel Freude haben." Im ersten Halbjahr 2018 soll die Smartphone-App international veröffentlicht werden. Derzeit testen die Regensburger auf dem philippinischen und thailändischen Markt.

Vor der internationalen Veröffentlichung wollen sie erst einmal Daten sammeln: "Wir schauen, was die Spieler machen. Verstehen sie, wie es funktioniert? Passt die Matchdauer? Ist das Ziel interessant?" Warum jemand nicht weiterspielt, sei oft Detektivarbeit. "Unser Spiel war am Anfang wahrscheinlich zu kompliziert", gibt sich Roth selbstkritisch. "Wir brauchen jetzt einen neuen Modus."

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