04.05.2017 - 21:30 Uhr
RegensburgOberpfalz

Wirtschaftsministerium ehrt verdiente Ausbilder „Juwel der modernen sozialen Marktwirtschaft“

(nt/az) Das bayerische Wirtschaftsministerium zeichnete in der Handwerkskammer in Regensburg 19 verdiente Ausbilder aus. Für ihre Leistungen um die berufliche Ausbildung im Handwerk erhielten die Geehrten aus Niederbayern und der Oberpfalz von Dr. Peter Stein, Ministerialrat im Staatsministerium für Wirtschaft, sowie von Albert Vetterl, Vizepräsident der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, eine Urkunde.

Die ostbayerischen Ausbilder bekamen für ihre Verdienste eine Urkunde des Wirtschaftsministeriums. Es gratulierten Vize-Hauptgeschäftsführer Hans Schmidt (Erste Reihe, Zweiter von links) sowie die Kammervizepräsidenten Albert Vetterl (Erste Reihe, Erster von rechts) und Franz Greipl (Erste Reihe, Zweiter von rechts). Bild: Graggo
von Redaktion OnetzProfil

"Es ist ein besonders erfreulicher Anlass, jene zu feiern, die in herausragender Weise dem handwerklichen Nachwuchs zum Erfolg verhelfen", sagte Dr. Stein. Das Wirtschaftsministerium investiere zwar, zusammen mit den Kammern und Innungen, kräftig in die handwerkliche Ausbildung, es sei aber wichtig, "dass jemand da ist, der's macht".

"Ihre Leistung hat große gesellschaftspolitische Bedeutung, Sie ermöglichen jungen Menschen eine solide Existenzgrundlage und ein hohes Maß an Beschäftigungssicherheit." Das duale System sei ein Juwel der modernen sozialen Marktwirtschaft und nicht ohne Grund weltbekannt. In Zeiten der fortschreitenden Digitalisierung müsse man aber beachten, das Thema "Lebenslanges Lernen" fest im Bildungssystem Handwerk zu verankern. "Die Weiterbildung nach der Weiterbildung wird zunehmend wichtiger werden", betonte Stein.

880 Lehrstellen vakant

Albert Vetterl betonte den härter werdenden Wettkampf um Arbeitskräfte und Auszubildende. "Zahlreiche Betriebe haben Probleme, Fachkräfte zu finden." In der Lehrstellenbörse der Handwerkskammer waren Ende März rund 880 Ausbildungsstellen im ostbayerischen Raum vakant.

Das Handwerk müsse die Jugendlichen und deren Eltern von der Attraktivität der Branche überzeugen. "Diese Herausforderung verlangt neue Konzepte, um Menschen für das Handwerk zu begeistern und Lehrlinge in den Betrieben zu halten." Dazu honorierte er die Leistungen der anwesenden Ausbilder. "Wer ausbildet, leistet nicht nur etwas für die Jugendlichen und die Gesellschaft, sondern steigert auch sein Image und trägt zur Bestandssicherung bei." Damit übernehme jeder Ausbilder Aufgaben, die in anderen Ländern der Staat alleine meistere. Geehrte Ausbilder aus der Oberpfalz: Werner Keckl, Bauingenieurwesen, Deining; Norbert Klier, Elektroinstallateurmeister, Vilseck; Anna Koch, Friseurmeisterin, Wackersdorf; Toni Landgraf, Metzgermeister, Tirschenreuth; Josef Mersch, Zimmerermeister, Neumarkt; Josef Reger, Maurermeister, Vohenstrauß; Egon Samabor, Kürschnermeister, Regensburg; Peter Schillinger, Regensburg; Brigitte Sedlmeier, Friseurmeisterin, Neumarkt und Franz Steinbauer, Zentralheizungs- und Lüftungsbauermeister, Miltach.

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