28.06.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Mit stolzer Brust

Ehrenabend zum Auftakt des 70. Geburtstags. Der TSV Reuth feiert mit vielen Gästen ein fröhliches Fest. Gänsehaut-Momente gab es bei der Ehrung des Gründungsmitglieds Ernst Schießl

TSV-Vorsitzender Peter Schieder (links), Schirmherr Albert von Podewils (Zweiter von rechts) und stellvertretender Landrat Roland Grillmeier (rechts) gratulierten Gründungsmitglied Ernst Schießl, einem der Pioniere des Reuther Fußballs. Bild: ang
von Autor ANGProfil

Zum Auftakt der Feierlichkeiten zu seiner Gründung vor 70 Jahren hatte der TSV Reuth zu einem Ehrenabend in die Premenreuther Mehrzweckhalle geladen. Die Vertreter der politischen Gemeinde führten stellvertretender Landrat Roland Grillmeier und Bürgermeister Werner Prucker an. Bezirksspielleiter Thomas Graml, Kreisvorsitzender Albert Kellner, Spielleiter Berthold Kraus sowie Obmann Willi Hirsch und Lehrwart Manfred Naber von der Schiedsrichterfraktion vertraten den Fußballverband.

Dazu konnte TSV-Vorsitzender Peter Schieder noch viele weitere geladene Gäste, darunter die ehemaligen TSV-Vorsitzenden Karl Stengl, Gerhard Anzer und Josef Meierhöfer, frühere Aktive und Trainer, Vertreter der gemeindlichen Organisationen und der Nachbarvereine sowie viele weitere Mitglieder der großen Sportfamilie begrüßen.

Blumen für die Damen

Ein besonderer Gruß galt Schirmherrn Albert von Podewils. Einen Blumenstrauß gab es für dessen Gattin Manuela, ebenso für Betty Schießl, die Ehefrau von Ernst Schießl, dem als Gründungsmitglied an diesem Abend besondere Aufmerksamkeit gewidmet war. Feuchte Augen gab es im Saal sicherlich nicht nur beim Geehrten, als ihm die Ehrenurkunde überreicht wurde, auch deshalb, weil nur wenige Wochen vor dem Jubiläum Hans Neubauer verstarb, der nicht nur Schießls Freund von Jugend an, sondern ebenso Mitbegründer des TSV Reuth war. Dem weiteren noch lebenden Gründungsmitglied Ludwig Menzl, der aus gesundheitlichen Gründen passen musste, wird die Ehrung gebührend nachgereicht. Allen weiteren Vereinsgründern und verstorbenen Mitgliedern galt eine Schweigeminute. 70 Jahre TSV Reuth heißt 70 Jahre sportliche Höhen und Tiefen, Nachwuchsarbeit im Schüler- und Jugendbereich, bauliche Maßnahmen an Sportgelände und Sportheim, gesellschaftliche und gesellige Aktivitäten und nicht zuletzt 70 Jahre aktives Vereinsleben und Mitwirken in der Gemeinde Reuth, bekräftigte Vorsitzender Peter Schieder.

Worte von Ringelnatz

Mit dem Ringelnatz-Reim "Sport stärkt Arme, Rumpf und Beine, kürzt die öde Zeit - und er schützt uns durch Vereine vor der Einsamkeit", betonte Schieder, dass der TSV Reuth in sieben Jahrzehnten unermesslich viele Arme, Rümpfe und Beine gestärkt und Einsamkeit vertrieben habe und mit stolzgeschwellter Brust ein stolzes Jubiläum feiern dürfe. Für die Bewältigung der Zukunftsaufgaben sei nach wie vor viel ehrenamtliches Engagement erforderlich, dazu müssen aber andere Werkzeuge als noch vor 70 Jahren in die Hand genommen werden.

"Das Vereinsleben in unserem Turn- und Sportverein ist nicht denkbar ohne einer großen Zahl von Helfern. Dieses ehrenamtliche Engagement hat den TSV Reuth bisher so erfolgreich sein lassen, es ist aber auch ein zerbrechliches Gut, mit dem wir sehr sorgsam umgehen müssen", mahnte der Vorsitzende. Das Ehrenamt sei Voraussetzung für die positive Entwicklung jedes Vereins.

Ehrenamt ist Grundvoraussetzung für erfolgreiche Vereinsarbeit, aber auch ein zerbrechliches Gut, mit dem wir sehr sorgsam umgehen müssen.TSV-Vorsitzender Peter Schieder
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