08.03.2018 - 20:00 Uhr

Schlagkräftig und effektiv

Auch wenn's nicht brennt, sind die Mitglieder der Feuerwehr immer auf dem Sprung. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit besteht nicht aus Qualm und Rauch.

Ehrungen und Beförderungen standen bei der Reuther Feuerwehr auf dem Programm. Von links: Kommandant Uli Stengl, Stefan Jonek, Raphael Prause, Patrick Reissnecker und Vorsitzender Andreas Hruschka. Bild: ang
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Zu 16 Einsätzen wurde die 28 Köpfe zählende Feuerwehr im Vorjahr gerufen, meldete Kommandant Uli Stengl bei der Jahreshauptversammlung. Die Alarmierungen bezogen sich allesamt auf technische Hilfeleistungen, die von Verkehrsunfällen und Ölspurbeseitigungen über Absicherungsmaßnahmen bis zum Kellerauspumpen und Baumbeseitigungen reichten.

Nicht zuletzt wegen der zunehmenden technischen Hilfeleistungen im öffentlichen Verkehrsbereich, besonders auf der vielbefahrenen B 299, habe er im Frühsommer mit seinen Löschmeistern eine sinnvolle und zukunftsweisende Spezialisierung der Ausrüstung erörtert, berichtete Stengl. Hierfür war eine "Modernisierung" unseres heuer bereits 14 Jahre alt werdenden TSF notwendig, meinte der Kommandant. Die Umrüstung und technischen Erneuerungen, vorallem im Sicherheitsbereich, wurden von den Aktiven in zeitintensiven Aktionen selbst erledigt, besonders dankte er in dieser Hinsicht Stefan Jonek, der sämtliche Arbeitsschritte persönlich begleitete. Durch die Installation der neuen, stromsparenden LED-Technik sei im Fahrzeug als auch in der Stellhalle das Optimum an Sicherheit erreicht worden, zusätzlich dient die neue weithin leuchtende Außenbeklebung am Feuerwehrauto der besseren Erkennung am Einsatzort.

Auf den Ausbildungstand seiner Mannschaft eingehend, berichtete der Kommandant, dass neben den fünf Dienstversammlungen und sieben Übungen drei Großübungen anstanden, welche die gute Kooperation mit den Nachbarwehren und weiteren Hilfsorganisationen eindrucksvoll bestätigten. Stengl sprach dabei besonders die Gemeinschaftsübung in Röthenbach mit Zielobjekt "Rechersimer", die Großübung beim Aribo-Hotel in Erbendorf und die weitere gemeindeüberschreitende Großübung in der Friedenfelser Schlossbrauerei an. Positiv bewertete er auch das Zusammenwirken beim Unterricht. Weil es immer schwieriger wird, Leute für die aktive Mannschaft zu gewinnen, freute es den Kommandanten um so mehr, dass sich Michael Ramirez noch im Dezember der Reuther Wehr anschloss und mit Raphael Prause ein engagiertes Eigengewächs dazukam.

Nachwuchswerbung sei für die Feuerwehr das vordringlichste Bemühen. Zum Thema "Früh-Defibrillator" erwähnte er, dass das Gerät bereits geliefert sei und demnächst nach einer gründlichen Einweisung im Feuerwehrhaus installiert wird. Wegen der Gefahr von Vandalismus, habe man sich gegen die Außeninstallation entschieden. Die Bevölkerung wird demnächst informiert.

In seinen Dankesworten hob Uli Stengl vor allem Jugendwart Patrick Reissnecker und dessen Stellvertreter Sven Kargus hervor. Aus deren Bericht ging hervor, dass die Gruppe im Berichtszeitraum zwar nur vier Feuerwehranwärter zählte, aber äußerst aktiv und engagiert war. Ehrungen und Beförderungen beschlossen den Kommandantenbericht. Patrick Reissnecker (zehn Jahre) und Martin Müller (40 Jahre) dankte der Kommandant für ihren Einsatz, Christian Böhm und Stefan Jonek ernannte er zu Löschmeistern, Raphael Prause ist Feuerwehrmann.

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