09.07.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Kirchenjubiläum mit Weihbischof Die schönste im Bistum

Nette Worte zum Geburtstag gehören dazu. Weihbischof Reinhard Pappenberger ließ aber keinen Zweifel: mit der Reuther Kirche feiert wirklich ein Schmuckstück 300. Jubiläum.

Die illuminierte Jubiläumskirche von außen.
von Autor ANGProfil

Einen besonderen Tag feierte die Pfarrei am Sonntag. Der Andrang war so groß, dass der Festgottesdienst zur 300-Jahr-Feier der St. Katharina-Kirche auf Großleinwand in den dicht besetzten Außenbereich übertragen wurde. Weihbischof Reinhard Pappenberger hatte bereits 2005 die Orgel in Reuth geweiht, nun zelebrierte er den Jubel-Gottesdienst. Kirchenchor und Organist Christoph Pöllmann sorgten für die Musik. Mit am Altar standen Pater James und Ruhestandspfarrer Monsignore Martin Neumaier. Zuvor führte die Jugendblaskapelle Reuth den Kirchenzug an, am Gotteshaus empfingen Kindergartenkinder den Weihbischof singend und mit gelb-weißen Fähnchen winkend.

In seiner Festrede bezeichnete Pappenberger die Kirche als "wahres Schmuckkästchen", das zu den schönsten Kunstschätzen der Oberpfalz zähle. Gemeint war der vom Christoph Windisch geschnitzte Akanthusaltar. Der Erbendorfer war ein einfacher, handwerklich geschickter Dorfschulmeister. Er gab dem Altar die Form einer Monstranz. Aber auch Seitenaltäre, Kanzel- und Orgelverzierung sind außergewöhnlich, meinte der Weihbischof.

Die mediterrane Akanthuspflanze sei ein Distelgewächs mit Dornen, ihre Ranken dienten dem Schnitzer als Grundlage. Das Menschenleben sei dornenbeladen, aber wie beim Akanthus könne es zu herrlichen Blüte führen. "Mit der Dornenkrönung begab sich Gott auf Menschenebene und zeigte damit seine Demut." Der in Gold strahlende Reuther Akanthusaltar sei mit Abstand der schönste im Bistum, meinte der gebürtige Grafenwöhrer, das Bildnis der heiligen Katharina von Alexandrien, der Patronin der Kirche, passe besonders gut dazu.

Nach dem Festgottesdienst spielte die Jugendblaskapelle die große Kirchengemeinde zum benachbarten Schlosshof, wo sich die Gäste bei Grußworten und schmissiger Blasmusik Weißwürste und Weißbier zum Frühschoppen schmecken ließen. Am Nachmittag schloss sich im Innenhof des Schlosses der Familie Podewils und in der Kirche weitere Programmteile an (Bericht folgt).

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