Park & Ride und Geld

Seit gut einer Woche fahren die Züge der Oberpfalzbahn am neugestalteten Bahnhaltepunkt Reuth ab. Staatliche Mittel für den Bau der Park & Ride-Anlage sind in Aussicht gestellt. 34 Stufen hinauf und 34 Stufen hinab müssen die Reisenden zum Gleis 2 noch steigen, im Herbst nächsten Jahres soll mit dem Einbau von Aufzügen Barrierefreiheit erreicht werden. Bild: ang

Für die umfangreichen Baumaßnahmen am Reuther Bahnhof sind hohe Zuschüsse möglich. Diese erfreuliche Mitteilung machte Bürgermeister Werner Prucker in der letzten Gemeinderatssitzung des Jahres.

Einen positiven Aspekt konnte Bürgermeister Prucker seinen Ratskollegen zum geplanten Bau der Park & Ride-Anlage am neuen Bahnhaltepunkt Reuth vermitteln. Dort fahren seit Montag die Züge an den neugestalteten Bahnsteigen ab. Bei einem Gespräch mit Regierungsvertretern in Regensburg sei deutlich geworden, dass für die Abbruchmaßnahmen der Güterhalle und die Freilegung des Geländes 90 Prozent aus der Städtebauförderung denkbar sind.

Es liegen bereits Formblätter zur Bedarfsanmeldung für Mittel aus der Städtebauförderung für 2017 bis 2020 sowie die entsprechende Zuschussbeantragung für das Bahnhofsareal vor. In dem genannten Zeitraum könnten dann weitere städtebaulichen Maßnahmen, wie Sanierungen von Leerständen und Problembereichen, auch privater Art Förderungen angepackt werden.

Geld für die Jugendarbeit

Die Gewährung der Unterstützungszuschüsse für die Jugendarbeit des TSV Reuth (1600 Euro), des SC Reuth (800 Euro) und der Eichenlaub-Schützen (500 Euro) nahm Bürgermeister Prucker zum Anlass, sich bei allen ehrenamtlich tätigen Personen, Vereinen und Institutionen zu bedanken, die sich in die Betreuung der vielen Kinder und Jugendlichen einbringen. Übereinstimmend pflichteten ihm bei der Jahresabschlusssitzung des Gemeinderates die drei Fraktionssprecher bei, dass dieses Bemühen nicht hoch genug zu bewundern sei.

Weil die Wasserabgabesatzung der Gemeinde schon lange überaltert ist, erarbeitete die Verwaltung eine neues Werk, welches auf eine Mustersatzung des Innenministeriums aufbaut und der Gemeinde mehr Rechtssicherheit bringt. In den von den Räten einstimmig verabschiedeten Entwurf sind bereits aktuelle Urteile des Europäischen Gerichtshofs sowie Empfehlungen des Bayerischen Gemeindetages eingearbeitet. Der Wortlaut kann auf der Internetseite der Kommune eingesehen werden.

Mit der Sanierung der Kläranlage ist eine elektrotechnische Nachrüstung des Pumpwerks in Josefshof zwingend erforderlich. Der anrechenbare Kostenumfang für die neue Fernwirktechnik beträgt 10 500 Euro netto, hinzu kommen aber noch Planungskosten in Höhe von 4760 Euro.

"Happiger Anteil"

"Bei diesen relativ geringen Baukosten ein ganz schön happiger Anteil", lautete der übereinstimmende Kommentar des Gremiums. Weil das Angebot der Firma Scherm und Romeis aus Diepersdorf um rund 2200 Euro unter dem des bisher vorgesehenen Büros lag, ging der Auftrag an diese Firma.

Dem Bauantrag von Irene Meinzinger, die in der Georg-Höcht-Straße 6 in Premenreuth die Erweiterung zweier Schleppdacherker und die Errichtung eines Carports plant, wurde zugestimmt. Einen einstimmigen Beschluss fasste das Gremium auch zu einer Kreditaufnahme in Höhe von 100 000 Euro zur Umschuldung eines Darlehens.

Der Bürgermeister bedankte sich des Weiteren bei seinem Stellvertreter Johann Neugirg und dem gesamten Kollegium sowie bei den Mitarbeitern der Verwaltung und des Bauhofs, kurz bei allen Bürgern die zum funktionierenden Gemeindeleben ihren Beitrag leisteten.

Die Gemeinderäte nahmen die Feststellungen des Rechnungsprüfungsausschusses zur Jahresrechnung für das Haushaltsjahr 2015 zur Kenntnis. Nachdem darin übereinstimmend bestätigt wurde, dass die Gemeinde mit ihren Haushaltsmitteln ordnungsgemäß gewirtschaftet habe und keine gravierenden Beanstandungen vorlagen, erteilte das Gremium Entlastung.
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