FC Rieden ehrt Kurt Zittlau für sein Leben als Vereinsbetreuer und Platzwart
Seit 45 Jahren gute Seele

Kurt Zittlau in seinem Element auf dem Fußballplatz. Er feiert mit 45 aktiven Jahren beim 1. FC Rieden ein seltenes "Arbeitsjubiläum" im Ehrenamt. Doch an die "Rente" denkt er noch lange nicht. Bild: riw
Freizeit
Rieden
16.11.2017
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"Seit viereinhalb Jahrzehnten aus allen Bereichen des 1. FC Rieden nicht wegzudenken." Dieser Satz kann nur für einen gelten: Kurt Zittlau, der jetzt sein 45. Jubiläum als Betreuer und Platzwart feierte, wofür ihm Vorstand und Fußballabteilungsleiter Hans Fischer sowie Spielführer Patrick Hosch mit einer Ehrung dankten.

Es war die Zeit der Schlaghosen: Die Olympischen Sommerspiele in München waren vorbei und am 28. Oktober 1972 startete nicht nur der erste Airbus A300 zu seinem Jungfernflug, sondern ein junger Mann mit 21 Jahren entschloss sich, eine unvergleichliche Ehrenamtslaufbahn zu starten. Unter Trainer Alfred "Gust" Hauser übernahm Kurt Zittlau in der damaligen B-Klasse das Amt des Betreuers der Fußballmannschaften. 1985 wurde er vom einstigen Abteilungsleiter Gotthard Färber sogar mit einem "lebenslangen Vertrag" als Betreuer und Platzwart ausgestattet.

Seither hat der Kurtl, wie ihn alle nennen, nicht nur Höhen, sondern auch Tiefen des FC miterlebt. Viele Trainer sah er kommen und gehen, Aufstiege bis hinauf zur Bezirksoberliga wurden gefeiert und so mancher Abstieg hinunter bis zur heutigen A-Klasse musste betrauert werden. Legendär waren aber auch die Trainingslager, Ausflüge und die Abschlussfahrten nach Hopfgarten, wie sich der Jubilar bei seiner Feierstunde im Hirschenwirt gerne erinnerte.

Sein Arbeitspensum sieht folgendermaßen aus: Nach dem Abschlusstraining der Seniorenteams schreibt Zittlau in Abstimmung mit den Trainern die Mannschaftsaufstellungen und hängt sie in den Schaukästen in Rieden aus. Unter der Woche ist er unabhängig von der Witterung fast täglich auf dem Sportgelände anzutreffen. Die kerzengeraden Markierungslinien auf den Spielfeldern, die ihresgleichen suchen, stammen ebenso vom Kurtl, wie an Spieltagen die akkurat vorbereiteten Trikots der Elf in den Kabinen.

Sein Engagement im Verein erstreckte sich jedoch über den Bereich des Betreuers hinaus, blickte Fischer zurück: In der Region war Zittlau auf allen Plätzen als Linienrichter des FC bekannt; beim Benefizspiel der BR-Sternstunden-Mannschaft lief er sogar mit Fußballlegenden wie Carsten Wettberg, Dieter Eckstein und Peter Meßmann aufs Feld. Im außersportlichen Bereich war bei Baumaßnahmen wie Sportheim- und Sportplatzbau immer auf ihn Verlass, würdigte Fischer. Eine große Unterstützung sei Zittlau weiterhin für Platzwart Josef Popp. Auch bei sämtlichen Veranstaltungen sei der Geehrte "immer ohne Aufhebens helfend zur Stelle, sogar als Nikolaus hat er am 5. Dezember regelmäßig seinen großen Auftritt".

HintergrundKurt Zittlaus großes Engagement wurde nicht nur auf Vereinsebene gewürdigt. Einen ganz großen Bahnhof gab es für ihn 2013 mit dem damaligen Oberbürgermeister Wolfgang Dandorfer, MdL Reinhold Strobl, Bezirksrat Martin Preuß und dem einstigen BFV-Bezirksvorsitzenden Maximilian Karl im Amberger Rathaus. BFV-Kreisehrenamtsbeauftragter Josef Gläßl überreichte Kurt Zittlau bei dieser DFB-Sonderehrung den Ehrenamtspreis samt DFB-Uhr und Urkunde. (riw)
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