16.12.2016 - 02:00 Uhr
RiedenOberpfalz

Adventskonzert der Blaskapelle St. Georg Innehalten im Trubel

Die Zeit vor Weihnachten sollte eigentlich eine stade sein: Das betonte Klaus Nemeth, Vorsitzender der Blaskapelle, bei deren Konzert in der Pfarrkirche. Es sollte "bei allem vorweihnachtlichen Trubel Zeit zum Innehalten, zum Nachdenken geben".

Mit ihrem Adventskonzert erfreuten die Blaskapelle St. Georg, der Kirchenchor und Roland Nitzbon an der Orgel in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt ihre Zuhörer. Bilder: sön (4)
von Hubert SöllnerProfil

(sön) Mit dem von Alfred Bösendorfer komponierten "Eventide Fall" eröffnete die Blaskapelle St. Georg in die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt ihr Adventskonzert. Das mit einer überwältigend schönen und klaren Tonsprache komponierte Werk berührte bereits nach den ersten Tönen. Klaus Nemeth, Vorsitzender der Blaskapelle, lud die Zuhörer ein: "Verbringen Sie eine ruhige Stunde und genießen Sie die Musik." Der Kirchenchor mit Chorleiter und Organist Roland Nitzbon bereicherte das Programm. Neben Miroslaw Zgrzendek führte auch Gastdirigent Andreas Sächerl das Orchester.

Beeindruckende Solistin

Bei Joseph Haydns zweitem Satz des Trompetenkonzerts in Es-Dur beeindruckte Sophie Rüth als Solistin. Mit diesem ersten Werk für die 1796 erfundene Klappentrompete hatte sie sich bereits bei der Leistungsbeurteilung für das goldene Abzeichen D3 auseinandergesetzt und dafür die Bestnote bekommen. Mit dem vollen Klang von Georg Brenners "Nun sende, Herr" füllte der Kirchenchor mit seinem Leiter Roland Nitzbon an der Orgel das Kirchenschiff.

Mit einer erwartungsvollen Trompetenfanfare, die vom gesamtem Blech übernommen wurde, begann "A Day of Hope". Fritz Neuböcks Werk steht für Frieden und Gerechtigkeit, ist rundum optimistisch und verkörpert die positive Ausstrahlung der Musik in jeder Lebenslage. Zu "Weihnachten in den Bergen" versetzte das Blasorchester mit Alfred Bösendorfers gleichnamigen Werk.

Der Jubiläums-Jodler

Meisterhaft präsentierte auf der Matthis-Orgel Roland Nitzbon Präludium und Fuge in F von Dietrich Buxtehude. Der Kirchenchor sang "Maria durch den Dornwald ging" und "Mein Gott, welche Freude". Das Blasorchester beeindruckte beim Arioso von Georg Friedrich Händel. Als Solist an der Trompete bewies Miroslaw Zgrzendek sein Können beim Ried'ner Jodler. Das von ihm selbst komponierte Stück hatte Zgrzendek aus Anlass seiner 25-jährigen Mitgliedschaft bei der Blaskapelle dieser und der Marktgemeinde gewidmet.

Bei Kurt Gräbles "Kinderaugen," einer musikalischen Weihnachtsgeschichte, wirkte Klaus Nemeth als Erzähler mit. Nach John Newtons "Amazing Grace," eines der beliebtesten Kirchenlieder der Welt, wollten sich Orchester und Kirchenchor mit der "Hymne an die Freundschaft" verabschieden: Doch um eine Zugabe für das begeisterte Publikum kamen sie nicht herum.

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