03.04.2018 - 20:00 Uhr
RiedenOberpfalz

Jahreshauptversammlung der Heimatfreunde Rieden Jahr der Rekorde für Heimatverein

Der Heimatverein Rieden schreibt Rekordzahlen: Er hat mit seinen vier aktiven Sparten die höchste Zahl an Mitgliedern seit seiner Gründung. In der Jahresversammlung steht daneben noch ein Bildervortrag von Albert Kräuter über das ehemalige Kalksteinwerk Vilshofen im Fokus.

Inzwischen in die Geschichte eingegangen: das Kalkwerk Vilshofen. In Spitzenzeiten arbeiteten dort rund 90 Menschen. Bild: exb
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Im gut gefüllten Gasthaus Zur Krone in Rieden berichtete Vorsitzender Hubert Haas aus den vier Sparten Tennis, Theatergruppe D'Goaßlandler, Grillsportfreunde und Böllerschützen. Insgesamt hat der Verein 294 Mitgliedern in seinen Reihen. Das ist der höchste Stand in dessen 50-jährigen Geschichte. "Darauf können wir stolz sein. In Zeiten, in denen die meisten Vereine über schrumpfende Mitgliedszahlen klagen, sind wir auf Wachstumskurs", so Haas.

In seinem Bericht erwähnte er unter anderem von der Messe für verstorbene Mitglieder in der Schlossbergkapelle, zelebriert von Pfarrer Gottfried Schubach. Im Anschluss gab es, wie üblich, einen tollen Ausblick auf den Markt Rieden und für die rund 30 Gottesdienstbesucher eine Brotzeit. Für das gemeindliche Ferienprogramm organisierte der Verein ein Klettern für Kinder am Holzfelsen in Rieden und ein Klettern für Erwachsene am Höhenglückssteig bei Hirschbach. Beide Veranstaltungen wurden gut angenommen.

Christbäume aufgestellt

Ein weiterer Höhepunkt war der Krippenbaukurs, den der Verein unter Anleitung des Krippenbaulehrers Friedolin Groß ab Oktober zum zweiten Mal anbot. Acht Interessierte hatten sich dazu im Werkraum der Grundschule eingefunden. Die fertigen Exemplare wurden am Adventsmarkt ausgestellt. Wie gewohnt hat der Heimatverein auch 2017 das Aufstellen und Schmücken der Christbäume am Marktplatz und an der Vilsbrücke beim Riesn-Anwesen der Familie Prößl übernommen - und eines weiteren bei der Schlossbergkapelle. Unterstützt hatten dabei der Baggerbetrieb Zapf aus Ensdorf und die Feuerwehr Rieden.

Höhepunkt war der Heimatabend mit Lesung von Dieter Radl sowie die Vorstellung des Bildbandes "Eine Bilderreise in die Vergangenheit". Die Stodlweihnacht am Schweinberg mit einem Krippenspiel und einheimischen Musik- und Gesangsgruppen beendete das Veranstaltungsjahr am dritten Advent.

Ferner gab Haas einen Ausblick auf die Vorhaben in diesem Jahr. Am 14. April wird beim Bärenwirt ein Heimatabend stattfinden unter dem Motto "Rieden singt und musiziert". Weitere Veranstaltungen sind die alljährliche Messe in der Schlossbergkapelle für verstorbene Mitglieder, verschiedene Veranstaltungen im Ferienprogramm bis hin zum Christbaumaufstellen, Krippenbaukurs und zur Stodlweihnacht am Schweinberg. Auch heuer ist im Advent erneut eine Veranstaltung mit Dieter Radl geplant.

Drei Teams im Spielbetrieb

Für die Sparte Tennis berichtete Helmut Bauer. Diese feiere 2018 ihr 40-jähriges Bestehen, das gebührend gefeiert werden soll. Der endgültige Termin wird noch bekanntgegeben. Drei Erwachsenen-Mannschaften seien im Spielbetrieb gewesen. Die Damen erreichten den vierten Platz in der Kreisklasse, die Damen Ü 40 konnten Rang drei in der Bezirksklasse halten. Die Herren konnten sich aufgrund verletzungsbedingter Ausfälle nicht mehr qualifizieren. Weiter berichtete Bauer über interne Turniere und Meisterschaften.

Für die Theatergruppe D'Goaßlandler informierte zweiter Spartenleiter Armin Hofrichter über die Veranstaltungen. Schwerpunkt waren die Theateraufführungen des Stückes "Boandlkramer Blues" im Dezember und Januar. Es wurden fünf Aufritte gegeben, bei denen insgesamt mit 1200 Zuschauern ein neuer Besucherrekord erreicht wurde. Einen Teil der Einnahmen spendete man der Stiftung Flika sowie der Riedener Jugendmusikgruppe Lords Day.

Spartenleiter Johannes Haas berichtete über die Aktivitäten der Grillsportfreunde. Die Mitgliederzahl ist inzwischen auf 34 gestiegen. Schwerpunkt sei stets der Marktsonntag in Rieden, bei dem man Grillspezialitäten anbot und die Nachfrage sehr groß war. Beim OBM-Benefizgrillen in Immenstetten waren die Riedener ebenfalls vertreten. Der Erlös ging an krebskranke Kinder im Landkreis. Um das Grillgerät und verschiedenes Material der Sparte einlagern zu können wurde ein gebrauchter Container angeschafft. Außerdem habe die Sparte regelmäßige Monatsgrillen veranstaltet.

Traditionelles Anschießen

Für die Böllerschützen berichtete Vorsitzender Haas selbst. Diese hätten bei Treffen teilgenommen und waren bei Festen wie dem Marktsonntag oder Vilstalfest im Einsatz. Das Neujahranschießen am 1. Januar nach dem Gottesdienst ist Tradition. Die Böllergruppe besteht momentan aus elf Mitgliedern. Auch heuer werden die Böllerschützen beim Oberpfälzer und Bayerischen Böllerschützentreffen dabei sein.

Dritter Bürgermeister Gerhard Schnabel bedankte sich beim Heimatverein und den einzelnen Sparten für ihren Einsatz und der geleisteten Arbeit. "Der Markt weiß, was er am Heimatverein hat", so Schnabel. Der Tennissparte wünschte er ein gutes Gelingen für das 40-jährige Jubiläum.

Kalksteinwerk Vilshofen

Nach der Jahreshauptversammlung gab es noch einen 30-minütigen Bildervortrag zur Geschichte des mittlerweile geschlossenen Kalksteinwerkes Vilshofen von Albert Kräuter. Das Werk wurde 1920 als "Kalkdüngerwerk Oberpfalz" gegründet. Kräuter ging dabei auf die fast 100-jährige wechselvolle Geschichte dieses in der Region einstmals wichtigen Arbeitgebers ein. Zu Hochzeiten im Jahre 1965 hatten hier 90 Menschen einen Arbeitsplatz. Hierzu zeigte er viele teilweise alte Bildaufnahmen und erzählte dazu einige Geschichten.

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