15.09.2017 - 21:22 Uhr
RiedenSport

Fußball Kreisliga Süd - Zweiter gegen den Ersten: Der Kracher steigt im Vilstal

Der Zweite gegen den Ersten - das verspricht schon genügend Dampf im Spitzenspiel der Kreisliga Süd. Und die Erinnerung an eine Partie der vergangenen Saison heizt die Stimmung beim 1. FC Rieden so richtig an.

von Reiner Fröhlich Kontakt Profil

Amberg. Rieden gegen den SC Luhe-Wildenau, das ist er Schlager des 8. Spieltages. Im Keller geht's auch zur Sache, wenn der FC Edelsfeld das Schlusslicht aus Freudenberg empfängt. Und der SV 08 Auerbach braucht dringend einen Erfolg gegen den FV Vilseck, sonst wird es nichts mit den Ambitionen nach oben.

SV 08 Auerbach FV Vilseck

(sht) Mit sieben Punkten Rückstand auf die Tabellenspitze ist derzeit der Zug nach oben für die Auerbacher abgefahren. Das kommende Spiel gegen den Tabellendritten und Bezirksliga-Absteiger Vilseck kann richtungsweisend sein. Bei einer Niederlage muss sich die Scholz-Truppe den Abstand nach hinten beachten, während man mit einem Heimsieg zumindest den aktuellen Mittelfeldplatz festigen könnte. Die Gäste haben bei einem Spiel weniger noch Anschluss an die beiden Spitzenplätze. In den Reihen der Gäste ist mit Stefan Liermann (9 Tore) der aktuell treffsicherste Stürmer der Liga. Bei den Auerbachern führten die vielen Ausfälle (Urlaub und Verletzungen) in den vergangenen Wochen immer wieder dazu, dass eine neu formierte Elf auf dem Feld stand. Auch jetzt muss Trainer Scholz weiterhin auf Meyer, Lindner, Maier und Zura verzichten. Wieder zur Verfügung steht nach auskurierter Verletzung Jonas Freiberger, um die Abwehr zu stabilisieren. Eine stabile Abwehrleistung wird notwendig sein, um die Gäste, insbesondere Stefan Liermann im Zaum zu halten.

Germania Amberg TSV Königstein

(tne) Die Germanen haben einen durchwachsenen Saisonstart hingelegt. Nach zwei Unentschieden und drei Niederlagen zu Beginn konnte am vergangenen Wochenende in Freudenberg durch ein Tor in letzter Minute der ersten Saisonsieg gefeiert werden. So hat sich Germania erstmal von einem Abstiegsplatz entfernt. Gegen den TSV Königsstein wird die Matthies-Elf nun alles daran setzen, nachzulegen und den ersten Heimsieg einzufahren. Dabei dürfte es für die Hausherren wichtig sein, vor allem in der Offensive mehr Durchschlagskraft zu entwickeln.

Für die Gäste aus dem nordwestlichen Landkreis gelten ähnliche Voraussetzungen wie für die Germanen. Der TSV verlor alle seine ersten fünf Saisonspiele und konnte ebenfalls am vergangenen Spieltag zu Hause gegen Aufsteiger Schmidmühlen den ersten Saisonsieg feiern und so den letzten Tabellenplatz an den SV Freudenberg abgeben. Die Germanen gehen sicher als leichter Favorit in die Partie.

SV Schmidmühlen TuS Rosenberg

(fop) Bis zum vergangenen Spieltag war man in Schmidmühlen eigentlich voll im Soll. Neun Punkte aus sechs Spielen und dann zum Tabellenletzten waren die Voraussetzungen, welche man sich erhofft hatte. Doch jetzt muss der SV den ersten Rückschlag hinnehmen, denn mit der 2:4-Niederlage in Königstein brachte man sich selbst in Bedrängnis. Der Gast aus Rosenberg ist ein altbekannter Gegner, der zusammen mit Schmidmühlen in der vergangenen Saison aufstieg. In jener gewann der SV zwar 2:1 in Rosenberg und zu Hause holte man ein 1:1, aber bei beiden Spielen wäre auch ein Sieg der Rosenberger nicht unverdient gewesen. In Schmidmühlen wird die Verletztenliste wieder länger: Peter Baumer fällt sicher aus, Swen Sobiella ist privat verhindert. Hinter dem Einsatz von Göth, Zurbriggen und Spies steht noch ein dickes Fragezeichen. Trotzdem will Trainer Stefan Linz die drei Punkte in Schmidmühlen behalten und den Abstand nach hinten wieder vergrößern.

SSV Paulsdorf ASV Haselmühl

(tbe) In der Tabelle sind beide Teams nur von einem Punkt getrennt. Mit einem Sieg könnten die Paulsdorfer an Haselmühl vorbeiziehen und sich in der oberen Tabellenhälfte festsetzen. Nach einer starken Aufholjagd im letzten Spiel beim TuS Rosenberg konnte ein 0:2-Rückstand aufgeholt werden. Dies sollte der Binner-Elf für das Derby Selbstvertrauen in die eigenen Stärken geben. Der ASV Haselmühl dagegen musste sich im letzten Match mit einem torlosen Unentschieden gegen die derzeit abstiegsbedrohte DJK Utzenhofen zufriedengeben. Sie werden zeigen wollen, dass dies nur ein Ausrutscher war. Anpfiff ist am Sonntag um 15 Uhr (Reserven 13.15 Uhr).

DJK Utzenhofen TSV Eslarn

(aun) Nach sieben Runden steht die Truppe um Trainer Matthias Pfeiffer mit vier Punkten auf Platz 12 (Relegationsplatz) da. Ein Sieg gegen Germania Amberg und ein Punkt gegen Haselmühl konnte bisher eingefahren werden, ansonsten gab es ausschließlich Niederlagen. Und diese Scharten wollen die Männer um Kapitän Christian Geitner zu Hause gegen den TSV Eslarn auswetzen. Von daher müssen die Hausherren von Beginn an auf der Hut sein, denn in Utzenhofen ist sicher jedem bekannt, dass der TSV Eslarn zu kämpfen versteht und bis zum Schlusspfiff alles versucht. Die Einstellung der Utzenhofener in Haselmühl stimmte, doch mit der Chancenverwertung und dem Toreschießen hapert es. Die Lauterachtaler werden alles in die Waagschale werfen müssen, um aus den Negativtrend zu beenden und wieder Punkte sammeln. Nach wie vor fehlen die Langzeitverletzten, Federhofer, Geitner, Hummel, Lang, Ludwig und Meyer (13 Uhr: SG DJK Utzenhofen/Ursensollen II - 1.FC Schlicht II).

1. FC Rieden SC Luhe-Wildenau

(riw). Showdown an der Tabellenspitze der Kreisliga: Rieden empfängt den punktgleichen Tabellenführer aus Luhe, der eine um vier Treffer bessere Tordifferenz aufweist. Auffallend ist, dass 14 seiner 19 Tore jeweils entweder in den ersten oder in den letzten zwanzig Minuten der Spiele erzielt wurden. Diese Erfahrung machte Rieden auch im Spiel der Vorsaison, das als eines der verrücktesten gilt. Damals lag die Heimmannschaft nach 20 Minuten bereits mit 0:3 hoffnungslos in Rückstand. Danach kämpfte Rieden sich wieder mühevoll ins Spiel zurück, um in der 88. Minute mit dem 4:5 den endgültigen Knockout einzustecken. Luhe-Wildenau ist durch variable Spielweise, schnelles Umschaltspiel und stabile Defensive in der Lage, entweder ein Spiel bereits zu Anfang zu entscheiden und danach zu kontrollieren oder aber wie vergangenes Wochenende gegen Auerbach bis zum Schluss Dampf zu machen, sich den Gegner bereit zu legen und dann in den letzten zehn Minuten drei Tore zu schießen.

Für Rieden steht ein hartes Stück Arbeit bevor und muss zu jeder Zeit auf der Hut sein. Die Favoritenrolle ist durch mehrere Ausfälle und Umstellungen auf Riedener Seite dem Gast zuzuschreiben.

FC Edelsfeld SV Freudenberg

(mam) Einen Achtungserfolg erreichte der FC Edelsfeld am vergangenem Spieltag im Nachbarschaftsduell beim FV Vilseck. Das torlose Remis sollte der jungen Mannschaft des FCE zusätzliches Selbstvertrauen für die wichtige Begegnung gegen den SV Freudenberg geben. Wie der gastgebende FC ist auch der SV Freudenberg nach einem absolvierten Viertel der Saison in den hinteren Tabellenregionen zu finden. Dies kommt für beide Teams aber nicht unerwartet. Umso wichtiger ist es, gerade in solchen Kellerduellen nicht leer auszugehen und wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt zu sammeln.

So dürfte beim SV Freudenberg zuletzt die Enttäuschung groß gewesen sein, als man das Heimspiel gegen den bis dahin sieglosen Germania Amberg in letzter Minute mit 1:2 verlor und damit auf den letzten Tabellenplatz abrutschte. Die Platzherren werden sich mit aller Macht entgegenstellen und müssen versuchen, den Gegner von Anfang an unter Druck zu setzen.Kreisliga Süd

 

 

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